Schon wieder «kä Luscht»: Bundesrat Ueli Maurer lässt SRF-Interview platzen

Bundespräsident Ueli Maurer hat am Montag ein Fernseh-Interview kurz vor Aufzeichnungsbeginn platzen lassen. Der Finanzminister erschien zwar im Studio, störte sich laut SRF-Moderator Reto Lipp aber an einer bestimmten Aussage. Nach Angaben eines Sprechers von Maurer wurden die Abmachungen nicht eingehalten.

cma/ watson/ sda
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Dem Vorsteher des Finanzdepartements passte offenbar die Bildsprache des geplanten «ECO»-Fernsehbeitrages nicht. Dort hiess es: «alter Wein in neuen Schläuchen.»

Lipp schreibt, dass Maurer zwar im Studio erschienen sei, aber den Termin letzten Endes nicht wahrgenommen habe. Der Bundesrat habe sich desweiteren auch daran gestört, dass Professor Christoph Schaltegger von der Uni Luzern im Beitrag zu Wort kam.

Ueli Maurer hätte nach dem Beitrag acht Minuten Zeit gehabt, die Vorlage zu vertreten, wollte dies aber nicht mehr tun.

Abmachungen nicht eingehalten

«Die Voraussetzungen haben den Abmachungen nicht entsprochen», sagte Roland Meier, Sprecher des Eidg. Finanzdepartements (EFD) von Bundespräsident Maurer, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Darum habe der Bundespräsident auf das Interview verzichtet.

Worin der angebliche Verstoss gegen Abmachungen bestand, war vom EFD allerdings nicht in Erfahrung zu bringen.

Nicht das erste Mal

Ganz alleine wird Moderator Reto Lipp heute jedenfalls nicht im Studio sein. Er hat kurzfristig Ersatz gefunden: Anstatt Maurer wird heute Swissmem-Vize Philipp Mosimann die Steuervorlage vertreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bundesrat Ueli Maurer ein Interview abbricht.

Bereits legendär ist Maurers Aussage nach den Bundesratswahlen 2015: Als der SRF ihn kurz etwas fragen wollte, sagte dieser: «Nei, kä Luscht!»

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