60'000 Tickets für diesen Tag waren bereits im Vorfeld verkauft worden. Über 110'000 Gäste wurden schliesslich am Samstag gezählt, wie die Veranstalter am Abend mitteilten.

Auch Verteidigungsminister Ueli Maurer war nach Payerne gereist. Das Meeting sei eine gute Gelegenheit um zu sehen, was andere Nationen machten und um sich mit der Bevölkerung auszutauschen, sagte er im Gespräch mit der sda.

Maurer betonte erneut, dass die Schweiz nach dem Nein zum Kauf der schwedischen Gripen an der Urne neue Kampfjets brauche. Auch die Patrouille Suisse, die heute mit Tiger-Kampfjets fliegt, habe eine Zukunft. Die Tiger F-5 würden bis etwa 2016 benutzt. Danach werde die Kunstflugstaffel auf F/A-18 umsteigen.

Mit einem Lächeln auf den Lippen nahm der Verteidigungsminister ein Bad in der Menge, wie ein Fotograf von Keystone beobachtete. Maurer diskutierte mit Zuschauern und Zuschauerinnen und liess sich fotografieren. Die Bitten um Bilder waren zahlreich.

Die AIR14 erlebte am Samstag einen Rekord-Andrang. "Das Wetter ist gut, viele sind gekommen, und die Stimmung ist gut", sagte Laurent Savary, Sprecher des Meetings, der sda. Eigentlich habe man nur 100'000 Besucher einlassen, den danach Eingetroffenen den Zugang zum Gelände aber auch nicht verwehren wollen.

Im Zeichen der Luftverteidigung

Der Samstag stand im Zeichen der Luftverteidigung. Angekündigt war einer der seltenen Auftritte der britischen Staffel Red Arrows. Dicht an dicht standen die Zuschauer, um das Ballett der Flieger zu beobachten. Dem Klicken der Fotoapparate folgte Applaus.

Auch die Kontrahenten der "Luftschlacht um England" im Zweiten Weltkrieg, die britische Spitfire und die deutsche Messerschmitt ME 109, stiegen auf. Zudem überflog ein Airbus A380 - das weltweit grösste zivile Verkehrsflugzeug - das Festgelände im Tiefflug.

Zum ersten Mal in der Schweiz präsentierte sich "Al Fursan", die Kunstflugstaffel der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Staffel fliegt sieben schwarz-golden lackierte Maschinen mit Düsenantrieb. Sieben steht laut den Organisatoren für die Zahl der Fürstentümer, Schwarz für das Öl in der Region und Gold für den Wüstensand.

Anstehen für Essen und Trinken

Wer am Mittag essen und trinken wollte, brauchte wegen des Andrangs Geduld: Lang waren die Schlangen jener, die dafür an den Ständen in der prallen Sonne anstehen mussten. Andere Gäste waren besser vorbereitet: Sie waren mit Sonnenschirm, Picknick, Klappstühlen, Sonnencrème und Kühlbox nach Payerne gereist.

Andrang auch auf Strasse und Schiene: Die SBB brachte nach Angaben der Veranstalter knapp 23'500 Personen ans Flugmeeting. Nach Angaben der Organisatoren der AIR14 waren die Züge von Freiburg und Kerzers FR nach Payerne schon im Voraus ausgebucht.

Auch auf der Strasse brauchte Geduld, wer an die AIR14 wollte. Laut der Verkehrsinformation viasuisse war der Stau auf der Autobahn A1 zwischen Murten FR und Payerne VD am Samstagmorgen bis zu 12 Kilometer lang. Das bedeutete mehr als eine Stunde Wartezeit. Auf den Parkplätzen standen ungefähr 25'000 Fahrzeuge.

100 Jahre Luftwaffe

Die AIR14 hatte am Donnerstag der vergangenen Woche begonnen und dauert bis Sonntag. Neben 100 Jahren Luftwaffe werden auch das 50-Jahr-Jubiläum der Patrouille Suisse und das 25-Jahr-Jubiläum des PC-7-Teams gefeiert. Sie hatte bereits am Eröffnungswochenende vor einer Woche 160'000 Besucher angelockt.

Auch zwischen den Wochenenden reisten rund 35'000 Menschen nach Payerne, darunter 8000 Schülerinnen und Schüler.