Tiertransporte

Bundesrat stimmt Verankerung des Transitverbots im Gesetz zu

Kein Transit von Klauentieren (Archiv)

Kein Transit von Klauentieren (Archiv)

Das Transitverbot für Klauentiere auf der Strasse soll statt in der Tierschutzverordnung neu im Gesetz verankert werden. Trotz Vorbehalten unterstützt der Bundesrat dieses Vorhaben einer Nationalratskommission. Langfristig werde sich das Verbot aber kaum halten lassen.

Die Schweiz verbietet seit vielen Jahren den Transit von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen auf der Strasse. Aufgrund der bilateralen Abkommen verlangt die EU eine Aufhebung des Transitverbots. Auch in den laufenden Verhandlungen über ein Agrarfreihandelsabkommen ist das Verbot ein Thema.

Bei dieser Ausgangslage verlangten die nationalrätliche Wissenschaftskommission (WBK) und fünf Kantone die bessere Absicherung des Transitverbots im Tierschutzgesetz. Auch die Landesregierung erachtet es als sinnvoll, Tiere aus Gründen des Tierschutzes möglichst vor Ort zu schlachten.

Der Initiative der WBK stimmt der Bundesrat aber nur mit Vorbehalten zu. Insbesondere verlangt er eine Ausnahmemöglichkeit für Zuchttiere, weil hier der Halter selber Interesse an einem schonenden Transport habe. Einig sind sich Bundesrat und Kommission zudem darin, dass das Verbot künftig für Fahrten zu Austellungen nicht mehr gelten soll.

Laut Bundesrat wird es für die Schweiz langfristig "ausgesprochen schwierig" sein, am Transitverbot festzuhalten. Immerhin habe sich auch die EU zum Ziel gesetzt, maximale Transportdauern und andere verschärfte Tierschutzbestimmungen festzulegen. Die Vorlage der WBK kommt nun ins Plenum.

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