Bundesratswahlen

Bundesrat: St. Galler CVP-Regierungsrat Benedikt Würth will nicht

Der St. Galler CVP-Regierungsrat Benedikt Würth (vorne) will nicht der Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard werden. (Archivbild)

Der St. Galler CVP-Regierungsrat Benedikt Würth (vorne) will nicht der Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard werden. (Archivbild)

Der St. Galler Regierungsrat Benedikt Würth verzichtet auf eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard. «Das Herz sagt denn auch ja zu einer Kandidatur, aber der Kopf sagt nein», schrieb der CVP-Politiker am Montag in einer Mitteilung.

Er habe die vergangenen zwei Wochen genutzt, um mit seiner Familie, seinem Umfeld und seiner Kantonalpartei die Frage einer Bundesratskandidatur eingehend zu klären. Eine Bundesratswahl hänge in hohem Masse von Konstellationen ab.

"Nach einer sorgfältigen Lagebeurteilung sehe ich von einer Bundesratskandidatur ab", schrieb der 50-jährige Finanzchef des Kantons St. Gallen weiter.

Mit Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter (FDP) stehe eine Persönlichkeit aus der Ostschweiz zur Verfügung, die beste Wahlchancen für den Bundesrat habe und für diese anspruchsvolle Aufgabe sehr gut vorbereitet sei.

Auch wenn seit der Abschaffung der Kantonsklausel die Kandidatinnen und Kandidaten nicht auf die regionale Herkunft reduziert werden sollten, spiele in der föderalen Schweiz dieser Aspekt weiterhin eine Rolle, so Würth.

Reihe von Absagen

Innerhalb der CVP gab es bereits eine Reihe von Absagen, darunter Parteipräsident und Nationalrat Gerhard Pfister aus Zug, Nationalrat Martin Candinas und Ständerat Stefan Engler aus Graubünden sowie die Luzerner Nationalrätin Andrea Gmür, die lieber Ständerätin werden will.

Einzig der Zuger CVP-Ständerat und frühere Regierungsrat Peter Hegglin kündigte bislang seine Kandidatur für die Landesregierung an.

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