Tierseuchen

Bundesrat schickt revidiertes Tierseuchengesetz in Vernehmlassung

Tiere werden gegen Seuchen geimpft (Archiv)

Tiere werden gegen Seuchen geimpft (Archiv)

Mit Früherkennungsprogrammen und rasch verfügbaren Impfstoffen soll sich die Schweiz besser gegen Tierseuchen wappnen können. Strenger geregelt wird zudem der Handel mit Hunden. Das sind Ziele des revidierten Tierseuchengesetzes, das der Bunderat in Vernehmlassung geschickt hat.

Der Bund will sich die Möglichkeit geben, Impfstoffe zu beschaffen und Impfstoff-Banken zu betreiben. Bricht eine Seuche aus, soll Impfstoff damit rasch verfügbar sein. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) muss die Vorbeugung von Tierseuchen fördern, etwa mit Programmen für die Früherkennung.

Der Kauf und Verkauf von Hunden wird mit dem revidierten Gesetz strenger geregelt. Neu dürfen Hunde nur noch von Züchtern, Tierheimen und Fachgeschäften verkauft werden. Untersagt wird dagegen "Hausieren mit Hunden", also das Anbieten von Hunden via Internet, die Käufern dann irgendwo übergeben werden.

Der Bundesrat will mit diesem Vorschlag den unkontrollierten Handel mit Junghunden vor allem aus Osteuropa unterbinden.

Auch um Bienen kümmert sich das revidierte Gesetz - ein Bienensterben, dessen Ursache unter anderem mit der Varroamilbe zusammenhängt, bedroht zahlreiche Völker. Zugenommen haben auch die Fälle von Sauerbrut. Bieneninspektoren sollen deshalb einheitlich und besser ausgebildet und der Bund dafür zuständig werden.

Mit dem Tierseuchengesetz hat der Bundesrat auch das Tierschutzgesetz und das Gesetz über den Verkehr von geschützten Pflanzen und Tieren in die Vernehmlassung geschickt. Diese dauert bis 31. August 2010.

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