Speis und Trank

Bundesrat Cassis liebt Berner Platte - auch wegen ihrer Geschichte

Bundesrat Ignazio Cassis hat sechs Kilo abgenommen, denn an strengen Arbeitstagen isst er nur ein Gipfeli zum Zmorge und einen leichten Znacht nach dem Joggen. (Archivbild 31.1.2018)

Bundesrat Ignazio Cassis hat sechs Kilo abgenommen, denn an strengen Arbeitstagen isst er nur ein Gipfeli zum Zmorge und einen leichten Znacht nach dem Joggen. (Archivbild 31.1.2018)

Bundesrat Ignazio Cassis mag Berner Platte - auch aus historischen Gründen. Der Legende nach wurde das Gericht 1798 in Wohlen erfunden. Die Frauen des Dorfs trugen damals zusammen, was die Vorräte hergaben, um die zurückgekehrten Soldaten zu feiern und zu trösten.

Die tapferen Männer aus Wohlen konnten nicht fassen, dass sie die Schlacht gegen die übermächtigen Franzosen bei Neuenegg gewonnen hatten, während der Krieg inzwischen in der Stadt Bern verloren ging.

Ihre Frauen beschlossen, ihnen ein grosses Mahl zu bereiten. Man trug Zungenwürste, Speck, Hamme und - weil es im März noch kein frisches Gemüse gab - Dörrbohnen und Sauerkraut zusammen, verteilte es auf Platten und nannte es "Berner Platte".

Die Berner Platte repräsentiere zugleich Siegesfeier und Trost, "das ist sehr politisch" erklärte Cassis der französischen Ausgabe der "Coop Zeitung".

Zu Hause im Tessin bevorzugt Cassis einfache Gerichte wie Safranrisotto oder Teigwaren Bolognaise. Zeitaufwändige Tessiner Spezialitäten wie Polenta und Rindsbraten seien die Domäne seiner Mutter. "Meine Frau kocht das nicht, um die Mamma nicht zu konkurrenzieren".

Während er in der Hauptstadt weilt, isst Cassis sehr wenig, wie er sagt: ein Gipfeli zum Zmorgen und dann erst wieder etwas Kleines nach dem Joggen zum Znacht. Dadurch habe er von Juni bis September sechs Kilo abgenommen.

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