Doris Leuthard habe sich mit Exponenten der Milchbranche zu einer Aussprache getroffen, schreibt das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) in einer Mitteilung. Dabei sei die Situation auf dem Milchmarkt analysiert und das weitere Vorgehen besprochen worden.

Einig ist man sich darüber, dass die hohen Schweizer Milchpulver- und Butterlager abgebaut werden müssen. Leuthard ist bereit, eine erneute Beteiligung an einer "Butterabräumungsaktion" der Branche zu prüfen, wenn sich diese "substanziell" daran beteiligen.

Bereits im Januar 2009 habe der Bund seinen Beitrag zur Lösung des Problems geleistet. Damals wurde dank einem Kredit von 14 Millionen Franken im Inland der Butterabsatz gefördert und Rahmexporte unterstützt, schreibt das EVD.

Am Treffen nahmen auch Vertreter des Bäuerlichen Zentrums Schweiz (BZS), der SVP sowie der bäuerlichen Interessengruppe für Marktkampf (BIG-M) teil. Sie übergaben Bundesrätin Leuthard eine Resolution, die an einer Bauernkundgebung im August von 10'000 Personen unterschrieben worden war.

Diese Resolution fordert vom Bundesrat einen dringlichen Bundesbeschluss für eine privatrechtliche Mengensteuerung durch die Produzenten. Zudem verlangt die Vereinigung vom Bundesrat den Abbruch der Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen, wie sie in einem Communiqué schreibt.