Gesundheitswesen

Bundesrätin Leuthard erklärt Engpass in der Pflege zur Chefsache

In der Schweiz gibt es zu wenig Pflegepersonal (Archiv)

In der Schweiz gibt es zu wenig Pflegepersonal (Archiv)

In der Pflege werden künftig pro Jahr rund 5000 Frauen und Männer zu wenig ausgebildet. Bundesrätin Doris Leuthard hat das Problem zur Chefsache erklärt: Sie setzte eine Gruppe ein, in der Bund, Kantone und Gesundheitswesen den Engpass gemeinsam angehen sollen.

Die Bundespräsidentin leitet den Ausschuss auch selbst. Grundlage für die sogenannte "Projektorganisation" ist der Bericht "Bildung Pflegeberufe", den das Eidgenössische Departement für Volkswirtschaft (EVD) veröffentlichte. Es handelt sich dabei um eine Auslegeordnung zu den Bildungsmöglichkeiten und -realitäten bei den Pflegeberufen.

Konkrete Massnahmen, um den Engpass zu beseitigen, fehlen noch. Im Bericht stehen nur Ziele, wie etwa dass die Zahl der ausgebildeten Pflegerinnen und Pfleger an Fachhochschulen (FH) und höheren Fachschulen (HF) "markant" steigen sollen. Zudem soll die Abhängigkeit von ausländischem Pflegepersonal verringert werden.

Zunächst werde eine Kommunikationskampagne gestartet, damit mehr Leute sich für die neu konzipierten Pflege-Ausbildungen interessierten, sagte Carmen Steimann vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) auf Anfrage. Seit der Bund die Federführung übernommen hat, sollen diese national kompatibel sein.

Unter anderem sollen "Lehrstellenförderer" den Betrieben zeigen, welchen Nutzen die Auszubildenden brächten. Dadurch soll das Angebot an Ausbildungsplätzen wachsen. Eine Studie soll zudem aufzeigen, in welchem Verhältnis dieser Nutzen zu den Kosten der Ausbildung für die Betriebe steht.

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