Die Region und der Ort, wo der diesjährige Bundespräsident aufgewachsen ist und mit seiner Familie wohnt, spielt eine besondere Rolle in den schweizerisch-japanischen Beziehungen. So hatte der Bundesrat im Jahr 1862 den Neuenburger Ständerat Aimé Humbert-Droz, Präsident des Uhrenverbandes, zur Aushandlung eines Vertrages nach Japan entsandt.

1864 - vor 150 Jahren also - unterzeichnete Humbert-Droz einen Freundschafts- und Handelsvertrag mit Japan, den ersten Vertrag der Schweiz mit einem asiatischen Land.

Schweizer Kinder üben sich in Aikido

Nach einem rund 20-minütigen Gespräch unterstrichen Burkhalter und Naruhito die ausgezeichneten Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan. Am Nachmittag begaben sich der Bundespräsident und der Kronprinz in das Ethnographische Museum von Neuenburg, wo sie eine Ausstellung über die Geschichte der Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan besuchten.

Vor dem Eingang bereiteten ihnen Neuenburger Kinder in Aikido-Kleidung einen herzlichen Empfang. Diese Kinder dürfen im Rahmen der 150-Jahr-Feierlichkeiten im Herbst nach Japan reisen, um sich in der japanischen Kriegskunst des Aikido zu verbessern.

Am Vortag war Naruhito mit seiner achtköpfigen Delegation vom Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät durch die Berner Altstadt geführt worden. Danach hatte er bei einem Diner mit der von der Berner Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer angeführten Berner Delegation einen Meinungsaustausch gepflegt.

Im Februar war der Schweizer Bundespräsident bereits für die offizielle Eröffnung des Jubiläumsjahrs nach Japan gereist. Morgen will der Kronprinz nach Interlaken BE fahren und bis Samstag im Berner Oberland verweilen. Die Rückreise nach Japan ist für Sonntag geplant.