Beide Seiten hätten die "ausgezeichneten" bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan gewürdigt und Wege diskutiert, diese Beziehungen weiter zu intensivieren, teilte das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) mit.

Mit Blick auf die intensiven Wirtschaftsbeziehungen habe Bundespräsident Berset den Willen der Schweiz bekräftigt, das "erfolgreiche" bilaterale Freihandelsabkommen, das seit 2009 in Kraft ist, zu aktualisieren.

Noch engere Kooperation

Eine im Februar unterzeichnete Absichtserklärung zwischen dem Schweizerischen Nationalfonds und dessen japanischer Schwesterorganisation ebne den Weg für eine noch engere Kooperation bei Wissenschaft und Forschung, schrieb das EDI.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zudem globale und internationale Themen. Beide Seiten betonten ihre Unterstützung für ein starkes multilaterales System, wie es unter anderem durch die Vereinten Nationen (Uno) und die Welthandelsorganisation (WTO) ermöglicht wird. Bundespräsident Berset unterstrich die Bedeutung der Asien-Europa-Treffen (Asem), an denen die Schweiz seit fünf Jahren teilnimmt.

Berset beglückwünschte Japan des Weiteren zum bevorstehenden Präsidium der G-20 und erklärte die Bereitschaft der Schweiz, im Rahmen des G-20-Finanzsegments mitzuarbeiten.

Engagement für Vernetzung

Beide Seiten besprachen das Engagement für die Vernetzung zwischen Europa und Asien auch mit Blick auf das von China lancierte Projekt der "Belt and Road Initiative" (BRI). Premierminister Abe erläuterte in diesem Zusammenhang die indo-pazifische Vernetzungsstrategie Japans. Die Delegationen tauschten sich zudem aus über die Lage auf der koreanischen Halbinsel.

Ebenfalls Thema war schliesslich die Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahre 2020 in Tokio. Die Schweiz wird sich dort wie zuletzt im südkoreanischen Pyeongchang mit einem "House of Switzerland" präsentieren.

Befrachtetes Besuchsprogramm

Im weiteren Verlauf von Bersets Besuch in Japan ist ein Treffen mit Gesundheits-, Arbeits- und Sozialminister Katsunobu Kato geplant. Ausserdem wird der Bundespräsident am Samstag am dritten globalen Ministertreffen zur Patientensicherheit teilnehmen und am Rande des Gipfels bilaterale Gespräche mit Gesundheitsministerinnen und -ministern führen.

Zum Programm in Tokio zählen ausserdem mehrere Anlässe, die der engen wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Japan gewidmet sind.