Die Einführung des neuen biometrischen Passes war am 17. Mai mit einem Unterschied von 0,28 Prozent der Stimmen sehr knapp gutgeheissen worden. Einstimmig kamen die Richter zum Urteil, dass keine Nachzählung vorgenommen werden müsse, da das Resultat nicht knapp genug ausgefallen sei.

Der Unterschied habe 5504 Stimmen betragen, sagte einer der Bundesrichter. Das entspreche der Anzahl Stimmberechtigten einer kleinen Stadt, was nicht gerade wenig sei.

Die Richter blieben vorsichtig: Sie wollten sich auf keine Zahl festlegen, die eine Nachzählung rechtfertigt. Es sei primär die Aufgabe des Bundesgesetzgebers, die Schwelle festzulegen, ab welcher aufgrund der statistischen Fehlerquote eine Nachzählung erforderlich werde.

Wäre eine Nachzählung angezeigt, so hätten die Behörden die Pflicht, diese mit besonderer Umsicht und Sorgfalt durchzuführen und erkannte Mängel zu beheben, erklärten die Richter.