Die Zuger Polizei hatte 2007 in der Wohnung des jungen Schweizers mehrere Pistolen, Gewehre, eine Maschinenpistole sowie dazu passende Munition beschlagnahmt, die dieser legal erworben hatte. Die Waffen und Patronen wurden von der Polizei mit der Begründung eingezogen, dass der Besitzer zwei Strafregistereinträge habe.

2004 sei er wegen grober Verkehrsregelverletzung und Fahrens in angetrunkenem Zustand zu 75 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt worden. 2006 sei gegen ihn eine Strafe von zwei Monaten Gefängnis verhängt worden, weil er sich in fahrunfähigem Zustand ans Steuer gesetzt habe und ohne Führerschein unterwegs gewesen sei.

Der Zuger Regierungsrat bestätigte 2008 die Einziehung der Waffen, wobei der frühere Besitzer entsprechend entschädigt wurde. Das Bundesgericht hat seine Beschwerde nun ebenfalls abgewiesen. Der Mann hatte argumentiert, dass die eingetragenen Vergehen keine gewalttätige oder gemeingefährliche Gesinnung bekunden würden.

Laut Bundesgericht genügt jedoch als Hinderungsgrund für den Waffenbesitz, dass jemand wegen der wiederholten Begehung von Vergehen oder Verbrechen im Strafregister eingetragen ist. Ob die fraglichen Delikte einen Zusammenhang mit Waffen oder Gewalt aufweisen würden, spiele dagegen grundsätzlich keine Rolle.