Der Ramadan wir je nach Mondstand am 31. Juli oder am 1. August beginnen. Die Schweizer Vertretungen mussten daher ihre Feierlichkeiten zum 1. August anpassen. Die offiziellen Empfänge in Syrien und Tunesien etwa werden am 28. Juli stattfinden.

In Tunis hat Botschafter Pierre Combernous einen Bezug zur tunesischen Revolution vorgesehen, sowohl in seiner Rede als auch bei der musikalischen Darbietung, wie er der Nachrichtenagentur sda sagte.

Frankreich hatte in Tunesien darauf verzichtet, den 14. Juli zu feiern, während die USA an ihrem Nationalfeiertag, dem 4. Juli, ein grosses Abendfest veranstalteten, um die Verwandtschaft der amerikanischen und der tunesischen Revolution hervorzuheben, wie Combernous ausführte.

Unterstützung für Demokratie

Die Schweiz will in Tunesien ihre Unterstützung für den demokratischen Übergang in Anwesenheit von 350 Gästen hervorheben. Das soll aber wie üblich verlaufen und nicht im "Geist von Kaviar und Champagner", wie der Botschafter betont. Combernous hatte Anfang Juli ein Schweizer Unterstützungsprojekt für Tunesien von 40 Millionen Franken während fünf Jahren angekündigt.

In Syrien, wo das Regime auf Demonstrierende schiesst, ist ein kleinerer Empfang als üblich in einem Hotel statt in der Residenz des Botschafters geplant. Der Hotelbesitzer ist mit einer Schweizerin verheiratet. Bisher haben sich nach Angaben eines Botschaftsmitarbeiters drei Personen angemeldet.

Der Beginn des Fastenmonats wird den Schweizer Botschafter in Ägypten nicht daran hindern, den 1. August im Schweizer Club zu feiern, dem rund 30 Schweizer und hunderte weitere Personen angehören.

Er wird auch an der abendlichen Feier des Fastenbrechens teilnehmen, bei der die Wiederausstrahlung der TV-Rede von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey geplant ist. Die offizielle 1.-August-Feier in der Residenz des Botschafters ist für September vorgesehen.