Tunesien
Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Ben-Ali-Clan

Die Bundesanwaltschaft (BA) ermittelt gegen Mitglieder des Clans des gestürzten tunesischen Staatschefs Ben Ali, und zwar wegen Verdachts auf Geldwäscherei. Es geht um 13 Millionen Franken.

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Ben Ali mit seiner Gattin (Archiv)

Ben Ali mit seiner Gattin (Archiv)

Keystone

Bei der BA seien entsprechende Verdachtsmeldungen der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) eingegangen, sagte eine BA-Sprecherin der „NZZ am Sonntag". Die MROS wiederum hatte in den letzten zehn Tagen „rund ein Dutzend Meldungen" erhalten, die den Ben-Ali-Clan betreffen. Diese stammen von zwei Finanzinstituten.

Es geht dabei es um Gelder in der Höhe von rund 13 Millionen Franken, wie die „NZZ am Sonntag" berichtet. Banken müssen der MROS Meldung erstatten, wenn sie den „begründeten Verdacht" haben, dass Vermögenswerte aus Verbrechen stammen. Erhärtet sich dieser Verdacht, liegt Geldwäscherei vor. Dass die Finanzinstitute verdächtige Gelder des Ben-Ali-Clans erst nach dem Sturz des tunesischen Staatschefs und nicht schon während dessen jahrelanger Herrschaft meldeten, ruft jetzt auch Kritiker der Gesetzgebung zu Geldwäscherei und Potentatengelder in der Schweiz auf den Plan.

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