Fifa

Bundesanwalt: «Schliesse Befragung von Blatter nicht aus»

Bundesanwalt Michael Lauber aeussert sich zum Fall Fifa und zu seiner Wiederwahl.

Bundesanwalt Michael Lauber aeussert sich zum Fall Fifa und zu seiner Wiederwahl.

Im Nachgang zu seiner Wiederwahl hat Bundesanwalt Michael Lauber über den Stand der FIFA-Ermittlungen informiert. Die Ermittlungen seien komplex und umfangreich, sagte er vor Journalisten in Bern.

Bisher seien zehn Personen verhört worden, so Lauber. Er schloss nicht aus, dass womöglich auch FIFA-Präsident Joseph Blatter und FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke noch befragt werden.

53 Verdachtsfälle von Geldwäscherei

Weiter habe die Bundesanwaltschaft (BA) Daten im Umfang von rund neun Terabyte beschlagnahmt. Sie habe bislang Kenntnis von 104 Bankbeziehungen, die jeweils mehrere Bankkonten umfassten.

Zusätzlich hätten Banken 53 weitere verdächtige Bankbeziehungen via Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) gemeldet, sagte Lauber gemäss Redetext auf Englisch. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Schweizer Banken ihre Pflicht erfüllt und verdächtige Aktivitäten gemeldet haben.

Task Force eingesetzt

Derzeit würden unversiegelte Daten analysiert, aufgrund dieser Analyse definiere die BA die Prioritäten der Untersuchung. Zuständig sei eine eigens eingesetzte Task Force.

Lauber betonte zudem die Wichtigkeit der Diskretion. Jede öffentliche Information über die laufende Untersuchung könne dazu führen, dass Beweise verschleiert würden.

Zudem würden die Ermittlungen, in deren Zentrum die Vergabe der Fussball-WM an Russland und Katar stehen, unabhängig von den amerikanischen Untersuchungen geführt. "Dokumente und Erkenntnisse werden daher nicht automatisch mit den US-Kollegen geteilt."

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