Schweiz

Bund will Arbeitsinspektoren stärker für Menschenhandel sensibilisieren

Inspektorinnen und Inspektoren haben einen besseren Einblick in die Unternehmen.

Inspektorinnen und Inspektoren haben einen besseren Einblick in die Unternehmen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat eine neue Informationskampagne über Menschenhandel lanciert. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Arbeitsinspektorinnen und Inspektoren.

(agl) Diese hätten einen vertieften Einblick in die Unternehmen und könnten mögliche Opfer von Menschenhandel besser erkennen, schreibt das Seco in einer Mitteilung vom Montag. Für diese Zielgruppe gibt das Seco deshalb nun eine neue Broschüre heraus. Diese zeigt auf, welche Merkmale auf Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung hindeuten könnten.

Darunter fallen gefälschte Dokumente, eine Unterkunft direkt am Arbeitsplatz und übermässige Arbeitszeiten. Weitere Hinweise seien, wenn eine Person kaum Sprach- und Ortskenntnisse oder Merkmale von Misshandlungen aufweise. 2019 wurden in der Schweiz 99 Verstösse im Bereich des Menschenhandels registriert. Darunter fallen neben Arbeitsausbeutung auch sexuelle Ausbeutung und Ausbeutung zwecks Organentnahme.

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