Gesundheitsminister Pascal Couchepin und der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), Pierre-Yves Maillard, haben ihr Konzept vorgestellt. Dieses geht von der Feststellung aus, dass die Menschen älter, ihre Krankheitsverläufe länger und komplexer werden und der Pflegebedarf deshalb ansteigt.

Diesem Fakt steht eine grosse Knappheit an Pflegepersonal gegenüber. Das Programm Palliative Care will Menschen befähigen, die letzte Lebensphase besser zu gestalten. Gemeinsam mit Fachpersonen und Freiwilligen werden Schmerzen gelindert, der letzte Lebensort ausgewählt und die Angehörigen einbezogen und zugleich entlastet.

Der Gesundheitsminister bezeichnete es als "zivilisatorische Aufgabe", für die kranken Menschen gute Palliativ-Angebote bereitzustellen. Das Programm "Palliative Care" soll dazu beitragen.

Die heutige Gesundheitsvorsorge sei auf diese Situation noch nicht vorbereitet. Es fehle eine flächendeckende Versorgung mit Angeboten der lindernden Medizin, welche die kurative Medizin ergänze. Ein nationales Forschungsprogramm soll mehr über die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende herausfinden.

Wie der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard erklärte, geht es nicht darum, nur auf Palliativ-Spezialisten zu bauen. 80 Prozent der Sterbebegleitung erfolge in der Grundversorgung. Damit dieses Personal für die Aufgabe gerüstet sei, müsse man Weiterbildung betreiben.