Rheinfall

Bund stoppt vorzeitig neuen Steg am Rheinfall

Eine Touristin geniesst die Aussicht auf den Rheinfall (Archiv)

Eine Touristin geniesst die Aussicht auf den Rheinfall (Archiv)

Am Rheinfall gibt es definitiv keinen neuen Steg. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) hat das Projekt als nicht landschaftsverträglich beurteilt.

Der Kanton Schaffhausen und die Gemeinde Neuhausen haben deshalb entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.

Ein Hangrutsch hatte 2012 die Verbindung zwischen Rheinfallbrücke und dem "Mühlenradhaus" verschüttet. Weil damit die Erreichbarkeit des Rheinfalls erschwert wurde, plante der Kanton im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Velo- und Fussgängersteg zwischen dem nördlichen Brückenkopf der Rheinfallbrücke und dem "Mühlenradhaus".

Neben der besseren Erschliessung für den Langsamverkehr waren auch attraktive Aussichtsplattformen vorgesehen, wie das Baudepartement in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Die Vorprüfung durch die ENHK habe jedoch ergeben, dass das Projekt "im Widerspruch zu den Schutzzielen der ungeschmälerten Erhaltung der attraktiven Fluss- und Kulturlandschaft des Rheinfalls steht".

Aufgrund des ENHK-Berichts erschienen die Chancen für eine Realisierung als zu gering, heisst es in der Mitteilung. Zudem wäre laut Baudepartement angesichts der Finanzlage des Kantons und der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall die Finanzierung des Millionenprojektes nicht einfach gewesen.

Die Erschliessung des Rheinfalls und des Ortszentrums Neuhausen am Rheinfall soll aber für den Velo- und Fussgängerverkehr trotzdem verbessert werden. Kanton und Gemeinde haben deshalb beschlossen, die Planung für alternative Lösungen gemeinsam an die Hand zu nehmen.

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