Krankenkasse
Bund plant Gratis-Krankenkasse für Mittelstandsfamilien

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche. Die Subkommission des Nationalrates einigte sich darauf, dass 1,2 Millionen Kinder bis 18 Jahre künftig für die Krankenversicherung nichts mehr zahlen müssen.

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Gemäss NZZ am Sonntag sollen auch in Zukunft nicht alle Kinder gratis versichert sein. Nur jene Haushalte, welche heute mehr als acht Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Krankenkasse ausgeben, sollen von der Reform profitieren. Die bestverdienenden 20 Prozent der Schweizer Haushalte sollen vom Prämienerlass generell ausgenommen werden. In den meisten grossen Kantonen geben durchschnittliche Mittelstandsfamilien mit zwei Kindern allerdings deutlich mehr als acht Prozent für Prämien aus.

Im Kanton Zürich etwa sind es rund 14 Prozent des Einkommens, in Bern 16 Prozent und in Basel-Stadt gar um die 17 Prozent. 700 000 Kinder erhalten bereits heute eine staatliche Prämienverbilligung. Kosten wird der Vorschlag der Gesundheitspolitiker laut Berechnungen des Bundes rund eine Milliarde Franken pro Jahr. Der Betrag kommt zu den bereits heute jährlich ausgezahlten Prämienverbilligungen in der Höhe von 4,1 Milliarden Franken hinzu. Wie diese Zusatzausgaben finanziert werden sollen, ist noch unklar. Zur Debatte stehen etwa eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie die Überwälzung auf die Prämien der Erwachsenen.