Coronakrise

Bund gibt Macht ab, jetzt kommen die neuen Virengeneräle: Das sind die Alain Bersets der Kantone

Im Kampf gegen Corona sind die kantonalen Gesundheitsdirektoren die neuen Krisenmanager. Wofür stehen sie, wie ticken sie? Ein Überblick.

Aargau: Jean-Pierre Gallati, 53, SVP

Jean-Pierre Gallati, Gesundheitsdirektor der Kantons Aargau

Jean-Pierre Gallati, Gesundheitsdirektor der Kantons Aargau

(nla) Der Aargau gehörte zu den ersten Deutschschweizer Kantonen, die einen Coronafall meldeten. Das Virus machte auch nicht vor der Regierung Halt. Mit Urs Hofmann und Markus Dieth haben sich gleich zwei der fünf Regierungsräte angesteckt. Der Polizeikommandant, der Leiter des Krisenstabs und weitere Mitarbeitende von Polizei und Verwaltung fielen ebenfalls coronabedingt aus. Abgesehen davon erzeugte der Aargau national kaum Schlagzeilen. Zwar hat Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati Ende Februar in der Gesundheitsdirektorenkonferenz als einziger gegen das Veranstaltungsverbot mit über 1000 Personen gestimmt. Den Bundesbeschluss hat er trotzdem mitgetragen – wie alle folgenden auch. Seit die Massnahmen des Bundes gelockert wurden, macht der Aargau aber vermehrt Schlagzeilen. Die Fallzahlen steigen und anfang Woche wurde bekannt, dass sich in einer Bar in Spreitenbach über 20 Personen angesteckt haben. Als Reaktion darauf gilt im Kanton Aargau ab Freitag die Ausweispflicht.

Appenzell Ausserrhoden: Yves Noël Balmer, 41, SP

Yves Noël Balmer, Gesundheitsdirektor Appenzell Ausserrhoden

Yves Noël Balmer, Gesundheitsdirektor Appenzell Ausserrhoden

(dsc) Die Ausserrhoder Regierung geht gestärkt aus der bisherigen Coronakrise hervor. Sie wirkte souverän und reagierte rasch auf die Herausforderungen. Schon bald verfügte Ausserrhoden über eine Drive-in-Teststrasse. Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer gelang es, die Privatspitäler bereits in der Anfangsphase ins Boot zu holen, um die Gesundheitsversorgung auf die Krise auszurichten. Auch in der Kommunikation agierte die Regierung erfrischend offensiv. Angeführt von Landammann Alfred Stricker vergass sie nie den emotionalen Aspekt, was ihr in der Bevölkerung Pluspunkte einbrachte.

Appenzell Innerrhoden: Antonia Fässler, 51, CVP

Antonia Fässler, Gesundheitsdirektorin Appenzell Innerrhoden

Antonia Fässler, Gesundheitsdirektorin Appenzell Innerrhoden

(pag) Gesundheitsdirektorin Antonia Fässler hielt sich während der Pandemie eher bedeckt. Die Kommunikation überliess sie dem regierenden Landammann Roland Inauen. Die geringe Grösse des Kantons und die relativ geringe Anzahl der Covid-19-Fälle kamen Innerrhoden zu Gute. Die Kantonsregierung folgte der Linie des Bundesrats. Zudem suchte sie vermehrt die Zusammenarbeit mit Nachbar Ausserrhoden. Rasch und unbürokratisch regierte Innerrhoden bei der Wirtschaftshilfe. Eher unvorbereitet erwischte sie das Grossveranstaltungsverbot und damit die Absage der Landsgemeinde, obwohl diese absehbar war.

Baselland: Thomas Weber, 58, SVP

Thomas Weber, Gesundheitsdirektor Baselland

Thomas Weber, Gesundheitsdirektor Baselland

(haj) Einige Baselbieter Initiativen haben landesweit Schlagzeilen gemacht. Daran hat der Gesundheitsdirektor grossen Anteil: Baselland richtete vor den Toren Basels ein Spital ausschliesslich für Corona-Erkrankte ein und war Pionier bei mobilen Tests. Als erster Deutschschweizer Kanton verfügte Baselland den Lockdown, was Lob und Kritik einbrachte. Die beiden Basel nahmen auf Initiative Webers und seines städtischen Kollegen Lukas Engelberger Patienten aus dem gebeutelten Elsass auf. Der Oberbaselbieter und ehemalige Oberst im Generalstab zeigt sich als besonnener, pragmatischer Krisenmanager. Er sprach sich dezidiert gegen eine Ausgangssperre aus, wie sie in Nachbarländern galt. Die Maskenpflicht im ÖV hat er nicht vorangetrieben. Bemerkenswert für einen SVPler: «Das gesellschaftliche Ansehen der Pflegefachkräfte wird steigen. Dies muss sich im Lohn niederschlagen.» Die zu Beginn mangelhafte Zusammenarbeit zwischen beiden Basel läuft wieder: Am Donnerstag kündigten diese den Auftrag für eine Studie zu Antikörpern und Auswirkungen der Pandemie beim Tropeninstitut an.

Basel Stadt: Lukas Engelberger, 45, CVP

Lukas Engelberger, Gesundheitsdirektor Basel Stadt

Lukas Engelberger, Gesundheitsdirektor Basel Stadt

(map) Noch vor wenigen Monaten stand der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger vor den Trümmern jahrelanger Arbeit: Die Spitalfusion zwischen Baselland und Basel-Stadt war wegen des Neins aus «seiner» Stadt gescheitert. So drohte Engelberger auch eine mögliche Niederlage bei den kantonalen Wahlen im Herbst. Dann kam Corona. Und Engelberger schaffte es, wie die Basler Regierung insgesamt, von Anfang an einen äusserst souveränen, besonnenen Eindruck zu hinterlassen. Zusammen mit dem ebenso gut agierenden Kantonsarzt vermittelte er stets das Gefühl, die Krise im Griff zu haben, mit «Bern» im ständigen Gespräch zu sein und Massnahmen wie das Contact-Tracing konsequent voranzutreiben. Seit kurzem ist Engelberger Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz und hatte kürzlich seinen grossen Auftritt neben Gesundheitsminister Alain Berset. Der CVP-Politiker, der als spröde und unnahbar galt, hat in der Krise an Format gewonnen. Entsprechend sicherer ist er in seinem Auftreten.

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Bern: Pierre Alain Schnegg, 59, SVP

Pierre Alain Schnegg, Gesundheitsdirektor des Kantons Bern

Pierre Alain Schnegg, Gesundheitsdirektor des Kantons Bern

(dk) Der Bernjurassier hat das Virus nie auf die leichte Schulter genommen. Im Gegenteil. Mitte März warnte er vor einem Sturm an Corona-Patienten, der in Bern aber nie eingetroffen ist. Schnegg übernahm mit einem der ersten Drive-in für Tests eine Pionierrolle und kritisierte den Bund für die restriktive Testpraxis. Eine Maskenpflicht im ÖV konnte er sich schon früh vorstellen – diese Woche machte er wieder Druck. Schnegg wollte die Maske im ÖV in seinem Kanton für obligatorisch erklären. In der «Berner Zeitung» stellte er am Mittwoch klar: «Wenn die Zahlen weiter steigen, könnte eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, etwa in Einkaufszentren, Kinos oder Konzertsälen ebenfalls Thema werden.» Der Gesundheitsdirektor warnt vor einer zweiten Welle. Seinen Kanton sieht er gut vorbereitet. Und: Ab 50 bis 100 Fällen werde es hart, ein gutes Contact-Tracing aufrechtzuerhalten, sagt Schnegg. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei sieben, wie bereits am Vortag.

Luzern: Guido Graf, 62, CVP

Guido Graf, Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern

Guido Graf, Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern

(nus) Was der Bundesrat entscheidet, tragen wir mit. An dieses Credo hielt sich die Luzerner Regierung während der ganzen Coronakrise. Einzige Ausnahme: Gesundheitsdirektor Guido Graf, der kurz nach dem Lockdown via «Sonntagsblick» verlauten liess, der Bundesrat komme wohl nicht um das Verhängen einer Ausgangssperre herum. Kurz darauf sorgte der CVP-Politiker erneut für Aufregung, als er mitten in der Stadt Luzern ein Drive-in-Testcenter einrichten wollte. Nach Protesten aus dem Quartier liess Graf das Zentrum an den Stadtrand verlegen, was ihm wegen seiner schnellen Reaktion fast nur Lob einbrachte. Gelobt wurde Graf auch für den raschen Aufbau der Spitalbetten. Aktuell steht Graf hinter dem Bundesrat und befürwortet eine Maskenpflicht im ÖV. Die Einführung sei «richtig und wichtig». Ob er eine Maskenpflicht in Läden vorschreiben will, entscheidet der 62-Jährige Mitte nächster Woche. Am Freitag informiert er, ob in Clubs künftig eine ID-Pflicht gilt.

Nidwalden: Michèle Blöchliger, 52, SVP

Michèle Blöchlinger, Gesundheitsdirektorin Nidwalden

Michèle Blöchlinger, Gesundheitsdirektorin Nidwalden

(map) Nidwalden war schneller als der Bund. Bereits am 3. März, als in Nidwalden noch kein bestätigter Coronafall vorlag, hat die Kantonsregierung Restriktionen für Veranstaltungen massiv verschärft: Alle Veranstaltungen mit über 200 Teilnehmern wurden verboten. Damals herrschte schweizweit noch ein Verbot für Grossveranstaltungen (ab 1000 Personen). Das Contact-Tracing läuft seit Feststellung der ersten Fälle im Kanton Mitte März. Stand Donnerstag waren 124 Personen Covid-19 positiv, drei Personen verstarben. Sollte eine zweite Welle kommen, ist der Kanton laut der Gesundheitsdirektorin besser vorbereitet.

Obwalden: Maya Büchi-Kaiser, 57, FDP

Maya Büchi-Kaiser, Gesundheitsdirektorin Obwalden

Maya Büchi-Kaiser, Gesundheitsdirektorin Obwalden

(cgl) Der Kanton Obwalden ist bisher in der Coronapandemie glimpflich davongekommen. Am 29. Juni wurde der 83. Fall gemeldet, der erste neue Fall nach über einem Monat. Wegen des Verbots durch den Bundesrat, planbare Eingriffe durchzuführen, benötigte das Kantonsspital eine Finanzspritze von 4,4 Millionen Franken. Aufgrund der tiefen Fallzahlen ergriff der Kanton keine speziellen Massnahmen. Aussergewöhnlich ist aber, dass Maya Büchi auf die Wahl zur Frau Landammann verzichtete. Den Lockdown trägt die Gesundheits- und Finanzdirektorin mit. Allerdings äusserte sie sich gegenüber unserer Zeitung kritisch, ob der Lockdown und das Verbot, an den Spitälern Wahleingriffe durchzuführen, wirklich nötig waren.

Schwyz: Petra Steimen-Rickenbacher, 54, FDP

Petra Steimen-Rickenbacher, Gesundheitsdirektorin des Kantons Schwyz

Petra Steimen-Rickenbacher, Gesundheitsdirektorin des Kantons Schwyz

(dvm) Die Frau Landammann des Kantons Schwyz hatte einen turbulenten Start ins Corona-Jahr. Im Dezember erlitt die Wollerauerin einen Herzinfarkt und musste hospitalisiert werden. Nach ihrer Genesung erreichte das Virus den Kanton. Mitten in der Coronakrise wurde die langjährige Vorsteherin des Departements des Innern im Juni zur Regierungspräsidentin gewählt. Im Kampf gegen das Virus ist Steimen-Rickenbacher wie ihre Amtskolleginnen und -kollegen aus den anderen Kantonen nicht alleine: Der Führungsstab unter Leitung von Stabschef Magnus Sigrist beobachtet die Entwicklung laufend und leitet Empfehlungen und Anweisungen ab.

Solothurn: Susanne Schaffner, 58, SP

Susanne Schaffner, Gesundheitsdirektorin des Kantons Solothurn

Susanne Schaffner, Gesundheitsdirektorin des Kantons Solothurn

(bbr) Darüber gibt es für die Solothurner Gesundheitsdirektorin keinen Zweifel: «Es ist richtig, dass der Bund die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr angeordnet hat», sagt sie. Und auch die Quarantänepflicht nach Ferien in bestimmten Ländern begrüsst sie ausdrücklich. Es sei wichtig, dass der Bund in Fragen, die das ganze Land beträfen, weiterhin den Lead habe, betont Schaffner. Es gebe aber auch Bereiche, in denen kantonale Regelungen, auch solche, die zwischen Nachbarkantonen abgesprochen werden, sinnvoll seien. Bei den Regeln für den Besuch von Clubs und Bars zum Beispiel ordnet der Kanton Solothurn ab Freitag die Pflicht an, die Identitätskarte vorzuweisen und die Mobilnummer zu überprüfen. «Die Lage ist nach wie vor ernst», sagt Schaffner, «deshalb bin ich froh, dass Bund und Kantone in enger Zusammenarbeit rasch und stufengerecht entscheiden.»

St. Gallen: Bruno Damann, 63, CVP

Bruno Damann, Gesundheitsdirektor  des Kantons St. Gallen

Bruno Damann, Gesundheitsdirektor des Kantons St. Gallen

(rw) Dass Bruno Damann heute als Gesundheitschef den Kanton St. Gallen durch die Coronakrise steuern wird, hat ihn selber wohl am meisten überrascht. Er machte aus seinem Herzen keine Mördergrube, er hatte das Amt nicht gesucht. Damann ist über seinen Beruf gestolpert, er ist Arzt. Und über seine besonnene Art. Seit Anfang Juni übt er das Amt aus, seine ersten Äusserungen zeigen: Er hält nichts von Anschuldigungen und Dramatisierungen. Er hält sich an Zahlen und Fakten. Er steht hinter der Maskenpflicht für den ÖV. Er warnt ruhig, aber deutlich vor einer zweiten Welle. Ob er auch die richtigen Schlüsse zieht, werden die nächsten Wochen zeigen. Die Ruhe dürfte er dabei nicht so rasch verlieren: Damann ist erprobt im Umgang mit hochemotionalen Themen, er war jahrelang Sportarzt des FC St. Gallen.

Thurgau: Urs Martin, 41, SVP

Urs Martin, Gesundheitsdirektor des Kantons Thurgau

Urs Martin, Gesundheitsdirektor des Kantons Thurgau

(seb) Als hätte er es nicht erwarten können, das Corona-Heft in die Hand zu nehmen: Urs Martin (SVP) ist seit Anfang Juni 2020 Thurgauer Gesundheitsdirektor. Bereits zu Beginn des Jahres, als Kantonsrat noch, sagte er, das Virus dürfe nicht unterschätzt werden. Der Kampf dagegen geniesst bei ihm deshalb Priorität – auch wenn der Thurgau bislang kein Corona-Hotspot war. Als langjähriger Leiter Public Affairs einer Privatklinikgruppe besitzt er die Visitenkarten der wichtigen Leute. Martin setzte bereits Akzente in der Corona-Bewältigung. Als ihm bewusst wurde, dass das Contact-Tracing am Wochenende nicht betrieben wird, bestellte er die Verantwortlichen ein. Mit dem Resultat, dass die Nachverfolgung nun sieben Tage die Woche sichergestellt ist. Bereits sein Vorgänger Jakob Stark zögerte nicht. Im März stoppte er den Abbruch des alten Spitalturms in Frauenfeld, um Kapazitäten für Coronapatienten zu schaffen.

Uri: Christian Arnold, 43, SVP

Christian Arnold, Gesundheitsdirektor des Kantons Uri

Christian Arnold, Gesundheitsdirektor des Kantons Uri

(dvm) Vor vier Jahren schlug der frühere Landrat aus Seedorf eine Regierungsratskandidatur noch aus. Am 1. Juni trat Christian Arnold mitten in der Coronakrise sein neues Amt als Gesundheitsdirektor in der Urner Regierung an. Der kantonale Führungsstab war vom 16. März bis 12. Juni im Einsatz. Die Regierung und der kantonale Führungsstab schenkten der offensiven Kommunikation ein grosses Augenmerk. «Nach jedem der 39 Rapporte wurde ein Bulletin an knapp 2000 Personen versendet», so Christian Arnold auf Anfrage. «Das wurde und wird von der Bevölkerung sehr geschätzt.» Seit dem 13. Juni ist der Sonderstab «Covid-19 Exit» im Einsatz.

Zug: Martin Pfister, 56, CVP

Martin Pfister, Gesundheitsdirektor des Kantons Zug

Martin Pfister, Gesundheitsdirektor des Kantons Zug

(haz) Der Gesundheitsdirektor des Kantons Zug, Martin Pfister und Kantonsarzt Markus Hauri haben auch während des Lockdowns stets auf Contact-Tracing gesetzt. Und sie tun dies auch weiterhin. Die Gesundheitsdirektion Kanton Zug hat in den letzten Wochen ein Konzept erarbeitet, wie die Situation laufend beurteilt und passende Massnahmen getroffen werden können. «Wichtig werden weiterhin die Früherkennung von neuen Fällen sowie das Contact-Tracing und die Anordnung von Quarantäne sein. So können wir Ansteckungsketten unterbrechen und die Ausbreitung des Virus eindämmen», so Martin Pfister. Falls die Zahlen weiter steigen, wären verschiedene Massnahmen denkbar: «Diese reichen von intensivierter Kommunikation über Einschränkungen bei Versammlungen oder Veranstaltungen bis zur Koordination mit unseren Nachbarkantonen.» Besonders wichtig werde auch der stets enge Austausch mit den Arztpraxen, Spitälern und Pflegeheimen sein, da diese entscheidend dazu beitrügen, das Virus zu bekämpfen.

Zürich: Natalie Rickli, 43, SVP

Natalie Rickli, Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich

Natalie Rickli, Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich

(dk) Sie musste den ersten Superspreader-Event meistern. In einem Zürcher Club war ein Viren-Träger zu Gast. Wegen falscher Kontaktdaten und fehlenden Angaben gestaltete sich das Contact-Tracing schwierig. Rickli führte nun eine ID-Pflicht ein und Besucher müssen ihre Handynummer angeben, die von den Betreibern überprüft werden. Letzte Woche vermeldete der Kanton Zürich 78 neue Fälle, diese Woche waren es bis Donnerstag bereits 142. Die steigenden Zahlen sind für das Contact-Tracing eine grosse Herausforderung. Und sie gehen an Rickli nicht spurlos vorbei. Während der ersten Coronawelle wurde ihr ein gutes Krisenmanagement attestiert. Mit dem Kauf einer Maschine zur Maskenproduktion bewies sie Tatendrang. Diese Woche hingegen stellte sie sich ins Abseits, als sie den Bundesrat attackierte. Er habe eine Analyse zu den hohen Ansteckungsrisiken in Clubs zurückgehalten. Zudem liess sie die Öffentlichkeit wissen, dass sie selbst eine Maskenpflicht im ÖV befürwortet habe, der Regierungsrat aber keine wollte.

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