Tessin
Bund gibt Asylzentrum in Losone auf – aufgrund sinkender Asylgesuche

Das Staatssekretariat für Migration reduziert Kapazitäten als Reaktion auf sinkende Gesuchszahlen.

Lorenz Honegger
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Die Asylgesuche sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. (Symbolbild)

Die Asylgesuche sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. (Symbolbild)

Keystone/TI-PRESS/CARLO REGUZZI

Es sind Meldungen, die man noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten hätte. Landauf, landab schliessen die Kantone Asylunterkünfte. Ende August macht Bern die unterirdische Zivilschutzanlage in Riedbach dicht. In Düdingen im Kanton Freiburg geht Ende September eine Unterkunft zu. Bereits Ende Juni schloss die Asylunterkunft Fridau in Egerkingen im Kanton Solothurn ihre Türen.

Der Rückgang der Asylgesuche macht sich auch auf Bundesebene bemerkbar. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat in den vergangenen zwölf Monaten rund tausend Unterbringungsplätze abgebaut. «Um die Mittel zu schonen», wie Sprecher Lukas Rieder auf Anfrage mitteilt. Nach der Schliessung der Zentren in Les Rochats VD und Bremgarten AG soll laut SEM Ende Oktober auch das provisorische Bundeszentrum in Losone TI seinen Betrieb aufgeben.

Die Militärunterkunft mit einer maximalen Kapazität von 170 Betten diente in den vergangenen Jahren als Aussenstelle des Empfangs- und Verfahrenszentrums in Chiasso und hatte in der Lokalbevölkerung vor der Eröffnung Widerstand hervorgerufen. Das Schweizer Fernsehen drehte einen Dokumentarfilm über die 6500-Einwohner-Gemeinde und das Zusammenleben mit den Asylsuchenden.

Von Januar bis Juni haben in der Schweiz 9123 Menschen um Asyl gebeten. Das ist der tiefste Wert für das erste Halbjahr seit 2010.

Zu Besuch bei den Schweizer Grenzwächtern im Tessin:

Im nächsten Eurocity werden zwei somalische Frauen aufgegriffen, welche sich eben im WC einschliessen wollten.
14 Bilder
Reportage aus Chiasso
Die somalischen Frauen werden in das Untersuchungszentrum am Bahnhof mitgenommen.
Die Taschen der Frauen werden kontrolliert.
Die Taschen der Frauen werden kontrolliert.
Hauptmann Patrick Benz vom Grenzwachtkorps
Alan Nessi von der Grenzwacht ist der Dienstverantwortliche
Die Taschen der Frauen werden kontrolliert.
Die somalischen Frauen werden in das Untersuchungszentrum am Bahnhof mitgenommen.
Hier wird das Gespräch zwischen Conversation Leader und der Migrantin statt finden, um herauszufinden, warum diese Person sich in die Schweiz begeben hat und was ihre Vorhaben sind.
Hier wird das Gespräch zwischen Conversation Leader und der Migrantin statt finden, um herauszufinden, warum diese Person sich in die Schweiz begeben hat und was ihre Vorhaben sind.
Dieser Bildschirm soll den Migranten in vielen verschiedenen Sprachen erklären, was die nächsten Schritte sind.
Langes warten, doch dann wird schnell klar, dass die zwei Frauen aus Somalia wieder zurück nach Italien geführt werden.
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Im nächsten Eurocity werden zwei somalische Frauen aufgegriffen, welche sich eben im WC einschliessen wollten.

Mario Heller

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