Gotthard-Strassentunnel

Bündner und Nidwaldner Regierung für zweite Röhre am Gotthard

Vor dem Gotthardtunnel bei Göschenen (Archiv)

Vor dem Gotthardtunnel bei Göschenen (Archiv)

Die Bündner Regierung hat dem Bund gegenüber den Wunsch bekräftigt, für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine zweite Röhre bauen zu lassen. Mehr Umleitverkehr auf der Nord-Süd-Achse über den San Bernardino lehnt sie entschieden ab.

Befürwortet von der Bündner Regierung wird die zweite Gotthard-Röhre für den Strassenverkehr ohne Kapazitätserhöhung. Mehr Verkehr auf der Gotthard-Route sei nicht notwendig und politisch nicht tragfähig, teilte die Exekutive in Chur mit.

Nicht mehr Verkehr wegen der Gotthard-Sanierung möchten die Bündner auf der San-Bernardino-Achse schlucken müssen. Diese alpine Passstrecke sei namentlich für den Schwerverkehr ungeeignet und hinsichtlich der Verkehrssicherheit gefährlich.

Bei der Frage der Strassengebühren soll der Gotthard-Tunnel gleich behandelt werden wie alle anderen Nationalstrassen-Abschnitte. Eine zusätzliche Tunnelgebühr lasse sich nicht rechtfertigen, selbst wenn die Bundesversammlung für eine Einführung die Kompetenz habe. Es müsse weiterhin der Grundsatz der Gebührenfreiheit für die Strassenbenutzung gelten, schrieb die Kantonsregierung.

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