Energie
Bucheggberg als Energieregion

Gemeinsam dem Verein Energiestadt beizutreten hilft beim Abbau von Entwicklungsbremsen Die Gemeindepräsidien des Bucheggbergs traktandieren ihren Gemeindeversammlungen, als Region dem Verein Energiestadt beizutreten. Zudem legen sie die bereinigten Statuten für den neuen Schulverband A3 und den Beitritt zu diesem vor.

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Konferenz

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Solothurner Zeitung

Anne-Regula Keller

«Der Bucheggberg hat ein grosses Potenzial an erneuerbaren Energien», betonte Hans Neeracher als Vertreter der Umweltschutzkommissionspräsidien an der Gemeindepräsidienkonferenz in Mühledorf. «Die Forstbetriebsgemeinschaft könnte problemlos die nachhaltige Wärmeversorgung eines Drittels aller Haushalte sicherstellen. Das wäre sogar hilfreich für die unternutzten Wälder im Bezirk.»

Enorm eng zusammenstehen

Bei Projekten zur Nutzung von Solarenergie und Erdwärme zeige sich deutlich, dass man dem Kanton dringend als Region entgegentreten und mit ihm verbindliche Richtlinien vereinbaren müsse. «Im Gebäudebereich ist der Widerstand des Heimatschutzes gross. Es braucht aber Lösungen, welche die Nutzung der Dachstöcke und Ökonomiegebäude und Ortsbildschutz in Einklang bringen.»

Markus Portmann von der Unesco Biosphäre Entlebuch (UBE), schilderte, wie er als Geschäftsführer des UBE-Energieforums für grosse Windanlagen einvernehmliche Lösungen mit den Behörden gefunden habe - für Landschaften oder Häuser, die unter nationalem, kantonalem und UBE-Schutz standen. Er ermunterte die Bucheggberger, sich zur Wehr zu setzen gegen lähmende Bestimmungen von Heimatschutz und Juraschutzzone: «Aber ihr müsst mit gemeinsamem Ziel und Beharrlichkeit enorm eng zusammenstehen.»

Die Mitgliedschaft im Trägerverein Energiestadt als Region habe dem Entlebuch viel Wertschöpfung gebracht. «Wer zuerst bereit ist, kann zudem am meisten aus den Subventionstöpfen holen.» Annekäthi Schluep ermutigte die Gemeindepräsidien: «Der Kantonsrat ist auf eurer Seite. Die Nutzung von Ökonomiegebäuden ist aber ein Bundesproblem.»

Beitritt kostet 27 Rappen/Kopf

Fast einstimmig beschlossen die Präsidentinnen und Präsidenten, in ihren Gemeinderäten die Anträge der Umweltschutzkommissionen zu traktandieren: erstens dem Verein Energiestadt beizutreten und 27 Rp./Ew. Beitrag zu zahlen, zweitens eine verantwortliche Arbeitsgruppe zu mandatieren für die Erarbeitung möglicher Massnahmen und drittens die Gemeindebeschlüsse bis Ende August an die Geschäftsstelle der Konferenz zu melden.

Schulverbandsstatuten bereinigt

Die Vernehmlassung der Zweckverbandsstatuten für den Schulverband A3 ist abgeschlossen. Bernhard Jöhr erläuterte die wenigen verlangten Änderungen bzw. begründete ihre allfällige Ablehnung. So war vorgesehen, dass die Verbandsgemeinden Kredite für Bauprojekte, die 150 000 Franken übersteigen, absegnen müssen. Die Konferenz erhöhte dies jetzt auf 250 000 Franken. Neu startet die operative Führung doch erst ab Neujahr 2010 in der neuen Struktur.

Die Präsidien genehmigten die Statuten zuhanden der Gemeindeversammlungen einstimmig. Sie wählten Regula Just, Schnottwil, als Schulsekretärin und die KMU Treuhandpartner AG in Luterbach mit Mandatsleiterin Beatrice Wüthrich als Finanzverwaltung.

Zu Harmos will die Konferenz eine gemeinsame Vernehmlassungsantwort einreichen. Befürchtet wird etwa eine Kostenfalle als Folge des Staatsvertrags Fachhochschulen.

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