Berner Wahlen 2010

Brunner lobt Berner SVP - Grunder kritisiert SVP

SVP-Präsident Toni Brunner (Archiv)

SVP-Präsident Toni Brunner (Archiv)

Die SVP Schweiz trägt die Niederlage bei den Berner Regierungsratswahlen mit Fassung, wie Präsident Toni Brunner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Dass Rotgrün am Drücker bleibe, sei zwar bedauerlich, aber nicht überraschend.

Die bernische SVP sei auf dem richtigen Weg, versicherte Brunner. Der knapp gescheiterte Regierungskandidat Albert Rösti habe einen hervorragenden Wahlkampf geführt und es geschafft, das Rennen bis zuletzt spannend zu halten.

Röstis persönliches Ergebnis sei somit keineswegs als Niederlage zu werten, sondern sei vielmehr der Auftakt für eine politische Karriere, sagte Brunner. "Rösti ist der kommende Mann im Kanton Bern."

Dass das rotgrüne Viererteam im Amt bestätigt wurde, kommt für Brunner nicht überraschend. Der Bisherigen-Bonus habe hier eine wichtige Rolle gespielt. Er freue sich bereits auf die bernischen Wahlen in vier Jahren, denn bei Rücktritten im rotgrünen Lager würden die Karten neu gemischt.

Hans Grunder, der Präsident der von der SVP abgespaltenen BDP, richtete derweil harte Kritik an die Adresse der SVP. Das bürgerliche Lager sei selber daran schuld, dass die Rotgrünen an der Macht blieben, sagte er im Lokalsender "Telebärn".

Die SVP habe in erster Linie die eigenen Leute in die Regierung bringen wollen und habe nur in zweiter Linie die Rückeroberung der bürgerlichen Mehrheit angestrebt. Das sei dem bürgerlichen Lager zum Verhängnis geworden.

Die SP Schweiz feierte ihrerseits einen "historischen Erfolg", nachdem erstmals ein grosser Kanton eine rotgrüne Regierungsmehrheit bestätigt habe. Der Sieg werde die fortschrittliche linke Politik in der ganzen Schweiz stärken, hielt die bernische SP fest.

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