Nahost-Konflikt

Bruchteil von Aktivisten-Gruppe in Gaza - Zusammenstösse in Kairo

Demonstranten sitzen an der Grenze zum Gazastreifen fest

Demonstranten sitzen an der Grenze zum Gazastreifen fest

Ägypten hat 86 von über 1300 internationalen Friedensaktivisten einen Solidaritätsbesuch im Gazastreifen erlaubt. Am Eres-Grenzübergang protestierten sie dann mit hunderten Palästinensern gegen die Blockade des Gazastreifens.

Auf israelischer Seite des Grenzübergangs schlossen sich israelische Araber mit linksorientierten Israelis dem Protest an. Dem Grossteil der Friedensbewegten aus aller Welt, darunter mehrere Schweizer, hatten die ägyptischen Behörden die Überquerung der Grenze bei Rafah verwehrt.

Mehrere Hundert von ihnen demonstrierten vor dem Ägyptischen Museum in Kairo gegen die Gaza-Blockade. Dabei seien Demonstranten von Sicherheitskräften angegriffen worden, teilte der Leiter der Schweizer Delegation, Ruedi Knutti, mit.

Protestierende hätten per SMS mitgeteilt, einige Personen seien verletzt worden, jedoch niemand von der Schweizer Delegation. Unter den in Gaza eingetroffenen 86 Aktivisten seien US-Amerikaner, Briten, Franzosen und Japaner, sagte der Sprecher eines Komitees gegen die Gaza-Blockade, Hamdi Schaath.

Der Besuch findet ein Jahr nach dem 23-tägigen Gaza-Krieg statt, bei dem etwa 1400 Palästinenser getötet und mehr als 5000 verletzt wurden. Die Gruppe will ihre Solidarität mit der Zivilbevölkerung und ihren Protest gegen die seit mehr als drei Jahren andauernde Blockade des Gazastreifens ausdrücken.

Die Aktivisten wollen sich mehrere Tage lang in Gaza aufhalten, dabei Hamas-Repräsentanten treffen und von israelischen Angriffen beschädigte Gebäude besichtigen.

Nach der Entführung des israelischen Soldaten Gilad Schalit durch militante Palästinenser unter Hamas-Kommando am 25. Juni 2006 hatte Israel Sanktionen gegen den Gazastreifen verhängt. Nach dem Putsch der Hamas im Juni 2007 wurden diese weiter verschärft.

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