Moldawien

Breite prowestliche Koalition in Moldawien gegen Kommunisten

Lupu steht Medien Red und Antwort

Lupu steht Medien Red und Antwort

Anderthalb Wochen nach der Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik Moldawien haben sich die prowestlichen Kräfte auf eine breite Koalition gegen die Kommunisten geeinigt. Damit steht das Land vor einem Machtwechsel.

Das bestätigte der Vizepräsident der Demokratischen Partei, Igor Corman, der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatten Medien in der moldawischen Hauptstadt Chisinau unter Berufung auf inoffizielle Quellen die Einigung verkündet. Das neue Bündnis aus vier Parteien gab sich den Namen "Für eine europäische Integration".

Die Demokratische Partei des früheren Parlamentspräsidenten Marian Lupu hatte der Opposition bei der vorgezogenen Wahl Ende Juli den Sieg gegen die bisher alleine regierenden Kommunisten beschert.

Lupu war vor der Wahl von der Partei der Kommunisten des Präsidenten Vladimir Voronin ins Lager der Regierungsgegner gewechselt. Er hofft, dass seine früheren Anhänger bei den Kommunisten seine Kandidatur als Präsidentschaftskandidat unterstützen.

In Moldawien wird der Präsident vom Parlament gewählt. Dafür sind laut Verfassung 61 Stimmen notwendig. Allerdings hat die Opposition nur 53 Mandate.

Einige Kommunisten hatten bereits signalisiert, Lupu als Präsident zu unterstützen. Der 68-jährige Voronin muss nach zwei Amtszeiten in Folge abtreten. Weil die Wahl seines Nachfolgers zuletzt scheiterte, musste vorzeitig ein neues Parlament gewählt werden.

Die erste Parlamentswahl im April dieses Jahres hatte das Land nach blutigen Protesten gegen den Wahlsieg der Kommunisten in eine tiefe Krise gestürzt.

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