Braucht es das wirklich: Beleuchtete Parkleittafeln?

Kritik am Parkleitsystem

Kritik am Parkleitsystem

Parkhaus-Chef Christoph von Felten möchte neue Parkleittafeln. Weil die jetzigen Tafeln nicht beleuchtet seien, könne man die sie nachts nur schwer erkennen, sagt er.

Das Parkraumkonzept der Stadt Aarau basiert auf drei Säulen: Kasernenparking, Parkleitsystem und dem neuen Parkierungsreglement. Das Parkhaus und das Parkleitsystem sind seit einem Jahr in Betrieb.

Stadt lobt – Betreiber kritisiert

Daniel Rudin vom Stadtbauamt zieht eine positive Bilanz zum Parkleitsystem: «Wir haben bisher keine negativen Rückmeldungen erhalten, deshalb kann man davon ausgehen, dass es seinen Zweck erfüllt.»

Eine Hauptaufgabe des Parkleitsystems ist die Eindämmung des Suchverkehrs. «Wir haben keine exakten Resultate, ob und wie viel der Suchverkehr abgenommen hat, doch man kann davon ausgehen, dass das Parkleitsystem seinen Zweck erfüllt.»

Anderer Meinung ist Christoph von Felten. Der Geschäftsführer der Aare Parking AG sagt: «Ich hätte das Parkleitsystem entschieden anders gemacht. Weil die Tafeln nicht beleuchtet sind, kann man sie nachts kaum erkennen.» Von Felten erwähnt Zürich als Beispiel, wo die Sichtbarkeit viel benutzerfreundlicher sei. «Doch abgesehen von diesem Mangel ist der Nutzen da und somit das Ziel erreicht», so von Felten.

Kasernenparking läuft gut

Die Aare Parking AG betreibt auch das Kasernenparking. Nach dem ersten Betriebsjahr zeigt sich Christoph von Felten zufrieden: «Wir haben täglich 430 Einfahrten. Unsere Planung wurde sogar leicht übertroffen.»

Der Geschäftsführer erzählt, dass das Kasernenparking zu Beginn noch zu wenig bekannt war. «Aus diesem Grund haben wir eine kleine Werbeoffensive vorgenommen, die offenbar Wirkung zeigte. Die Besucherzahlen sind kontinuierlich steigend.»

Kommen mehr Besucher?

Das neue Parkierungsreglement könnte für das Kasernenparking positive Auswirkungen haben, sagt Christoph von Felten: «Wenn die Pendler nicht mehr in den Quartieren parkieren dürfen, werden sie vielleicht zu Dauerparkern bei uns.»

Zwar dürfen Auswärtige ab 1. September nicht mehr unbeschränkt in den Quartieren ihr Auto abstellen, doch einen grossen Zulauf werden die Parkhäuser wahrscheinlich trotzdem nicht erleben. Die günstigste Monatskarte im Parkhaus kostet nämlich 150 Franken. Genau gleich viel wie eine Parkkarte für einen Monat bei der Stadt. (mwb)

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