Brasilien

Brasilianische Rindfleischkonzerne wollen Regenwald schonen

Brasilianische Rundfleischkonzerne wollen Regenwald schützen (Archiv)

Brasilianische Rundfleischkonzerne wollen Regenwald schützen (Archiv)

Die grossen brasilianischen Rindfleischkonzerne haben ein Moratorium zum Schutz der Regenwaldes im Amazonas unterzeichnet. Die vier grössten Unternehmen wollen danach künftig auf Fleisch von Zuliefer-Farmen verzichten, die für die Viehhaltung abgeholzte Urwaldflächen nutzen.

Das Abkommen wurde in São Paulo von den Firmen JBS-Friboi, Bertin, Marfrig und Minerva und der Umweltschutzorganisation Greenpeace unterzeichnet, wie brasilianische Medien übereinstimmend berichteten.

Greenpeace wertete den Schritt als grossen Erfolg. Die Rinderzucht gelte als grösster Urwaldvernichter im Amazonasgebiet. Etwa 80 Prozent der abgeholzten Waldflächen würden als Weideland genutzt, heisst es in einer Mitteilung der Organisation.

Nach Angaben des brasilianischen Umweltinstitutes Imazon gehen rund 44 Prozent der schädlichen Treibhausgase in Brasilien auf das Konto der Viehhaltung. Die Imazon-Rechnung: 55 Prozent der Emissionen in Brasilien würden durch Waldvernichtung verursacht und die sei eben zu 80 Prozent auf die Viehzucht zurückzuführen.

Allein im Amazonas-Bundesstaat Mato Grosso gibt es den Angaben zufolge rund 26 Millionen Rinder, von denen etwa zehn Millionen auf illegal abgeholzten Regenwaldflächen gehalten würden.

Zur Kontrolle der Viehhaltung sollen die Flächen im Amazonas per Satellit beobachtet werden. Auch Greenpeace solle bei der Kontrolle helfen. Allerdings sind nach Angaben der Zeitung "Estado de São Paulo" (Dienstag) keine Strafen vorgesehen, wenn die Konzerne die Auflagen nicht einhalten.

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