Genf

Brand in Genfer Universitätsspital fordert ein Menschenleben

Feuerwehrautos vor dem Spital in Genf

Feuerwehrautos vor dem Spital in Genf

Bei einem Brand in der psychiatrischen Abteilung des Universitätsspitals Genf (HUG) ist eine Patientin ums Leben gekommen. Ein Spitalmitarbeiter wurde schwer verletzt. Das Feuer war in der Nacht auf Dienstag im Zimmer der Patientin ausgebrochen.

Eine brennende Zigarette könnte die Ursache für den Brand gewesen sein, sagte Eric Grandjean, Mediensprecher der Genfer Kantonspolizei, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Das Feuer war im fünften Stock in einem Einzelzimmer der Psychiatrie für Erwachsene ausgebrochen - und zwar im Bett der Patientin.

Neben dem Bett habe die Polizei einen Zigarettenstummel und ein Zigarettenpäckli am Boden gefunden, sagte Grandjean weiter. Dies, obwohl Rauchen in den Zimmern des Spitals verboten sei. Die schwer verletzte Frau wurde in einem äusserst kritischen Zustand ins Universitätsspital Lausanne (CHUV) verlegt, wo sie im Verlaufe des Dienstags starb.

Über 70 Personen im Einsatz

Ein Spitalmitarbeiter, welcher nach Ausbruch des Feuers der zunächst schwer verletzten Frau zur Hilfe eilte, erlitt dabei eine starke Rauchvergiftung. Er wird jedoch das Spital bald verlassen können. Rund zehn der insgesamt 15 Patienten der psychiatrischen Abteilung sowie sieben Angestellte erlitten bei dem Brand ebenfalls leichte Rauchvergiftungen.

Die Feuerwehr rückte mit rund 40 Feuerwehrmännern und 16 Löschfahrzeugen an, so dass der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Insgesamt waren gut 70 Personen im Einsatz - neben den Feuerwehrmänner auch Sicherheitskräfte sowie medizinisches Personal. Der gesamte Einsatz dauerte bis etwa 2.40 Uhr. Das Zimmer, in dem das Feuer ausbrach, wurde komplett zerstört.

Samt Bett evakuiert

Vorsorglich waren insgesamt 31 Patienten evakuiert worden, die sich auf den Etagen 4, 5 und 6 des Spitals befanden. Grund dafür war in erster Linie die starke Rauchentwicklung.

Viele Patienten mussten samt ihrem Bett verlegt werden. Laut Feuerwehrhauptmann Nicolas Schumacher braucht es zwei Personen, um eine bettlägrige Person zu evakuieren, was die hohe Zahl an Einsatzkräften erklärt. Zwischenzeitlich konnten einige Patienten wieder in ihre Zimmer zurückgebracht werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1