Sozialhilfebezüger arbeiten immer häufiger in Sozialfirmen, sei es dauerhaft oder als Schritt zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Den Lohn erhalten die Sozialhilfebezüger von der Gemeinde.

Erstmals zeigt jetzt eine von der Gerbert-Rüf-Stiftung unterstützte Studie, die der «Schweiz am Sonntag» vorliegt, eine Landkarte der schweizerischen Sozialfirmen auf.

  • Es gibt es schweizweit 400 Sozialfirmen. Die meisten davon in den Kantonen Zürich, Bern und Basel.
  • Insgesamt beschäftigen die Firmen 43 000 sozial beeinträchtigte Menschen.
  • Davon haben 40 Prozent eine geistige oder psychische Behinderung.
  • Weitere 40 Prozent beziehen Arbeitslosengeld und rund 20 Prozent sind Sozialhilfebezüger.
  • Zusätzlich sind schweizweit 10 000 reguläre Mitarbeiter angestellt. Diese betreuen die Beschäftigten und sind für das Management der Betriebe zuständig.
  • Der Gesamtumsatz dieser Firmen liegt bei 630 Millionen Franken. Sie sind mehrheitlich im industriellen Bereich, in der Gastronomie und im Handel oder Verkauf tätig.

Die Branche der Sozialfirmen wächst so schnell wie nie. Auftrieb verleiht ihnen die stetig zunehmende Anzahl Sozialhilfebezüger. Aktuell beziehen in der Schweiz etwa eine Viertel Million Menschen Sozialhilfe. Über ein Drittel der Arbeitslosen gilt als langzeitarbeitslos. Sie alle sind potenzielle, sogenannte Klienten für Sozialfirmen.

Mehr zum Thema auf schweizamsonntag.

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