BLS Cargo drückt auf die Kostenbremse

BLS Cargo senkt die Kosten

BLS Cargo senkt die Kosten

Der Einbruch der Konjunktur trifft die Schweizer Güterverkehrsbetriebe hart: Nach einem Rückgang der Gütermenge in den letzten Monaten drückt BLS Cargo auf die Kostenbremse. Unter anderem leiht sie Lokomotivführer an andere Bahnen aus.

Im Jahr 2008 habe BLS Cargo noch einen Gewinn erzielen können, schreibt BLS Cargo-Chef Dirk Stahl in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". Der Einbruch der Konjunktur im letzten Quartal sowie der ungünstige Kurs des Frankens zum Euro hätten aber auf das Resultat gedrückt, das deshalb unter dem Budget liegen werde.

Insgesamt nahm die Verkehrsleistung der BLS Cargo im 2008 um 8 bis 10 Prozent zu, schreibt Stahl weiter. Dafür waren vor allem die ersten drei Quartale verantwortlich, denn im November erlebte das Unternehmen einen abrupten Stopp des Wachstums: Die Gütermenge ging um 13 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück.

BLS Cargo habe deshalb kostensenkende Massnahmen beschlossen, schreibt Stahl weiter. Unter anderem würden im Moment 10 und ab März 16 BLS-Lokomotivführer zwischen 6 und 12 Monaten an andere Bahnen ausgeliehen, sagte BLS-Sprecher Hans Martin Schär auf Anfrage.

Einen Einstellungsstopp gebe es zwar nicht, bei Neuanstellungen und auch Investitionen sei das Unternehmen aber sehr zurückhaltend, sagte Schär.

Damit ist die BLS Cargo nicht alleine. Schon die SBB Cargo leiht ihre Lokführer an den SBB-Personenverkehr aus und verordnete einen Einstellungsstopp.

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