Talk Täglich
Blochers Geständnis: «Auch ich hatte schon ein Burn-out»

Nun kommt auch SVP-Parteistratege Christoph Blocher in Sachen Burn-out aus den Büschen. «Auch ich hatte schon ein Burnout», sagt er. Er setzt sich mit dem späten Geständnis für Natalie Rickli ein. Blocher nimmt auch Christoph Mörgeli in Schutz

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Was seiner Parteikollegin Natalie Rickli passiert sei, könne jedem passieren, sagte SVP-Nationalrat Christoph Blocher in der Sendung «TalkTäglich», das auf den Regionalfernsehsendern TeleZüri, Tele M1 und Tele Bern ausgestrahlt wurd. Sogar ihm selbst sei es schon passiert: «Auch ich hatte schon ein Burn-out.» Nach dem EWR-Kampf sei er so erschöpft gewesen, dass er sich drei Wochen in die Natur habe zurückziehen müssen.

Er hoffe für Rickli, dass sie sich wirklich erholen könne. Die SVP-Nationalrätin hatte letzte Woche bekannt gemacht, dass sie unter einem Burn-out leidet und sie deshalb mindestens bis Dezember eine Auszeit nehme.

Mörgeli: «Ein Chrampfer»

Blocher machte sich in der Sendung auch für den angeschlagenen SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli stark. Dieser sei ein «Chrampfer, ein ganz guter Mann», sagte Blocher. Von der Kritik an Mörgelis Arbeit, will er letzte Woche erst aus der Zeitung erfahren haben.

Obwohl Blocher nicht über die wissenschaftliche Qualifikation seines Parteikollegen urteilen will, weiss er dennoch bestimmt, dass gegen Mörgeli eine Kampagne von Universität und Medien am Laufen sei. Die Universität und die Medien würden sich «unfair und falsch» verhalten.

Der Fall Mörgeli dürfte morgen geklärt werden. Dann kommt es zu einem Treffen der Universitätsleitung und Mörgeli. Mörgeli wurde bereits im letzten November mit der Kritik an seiner Arbeit erstmals konfrontiert, wie die Züricher Bildungsdirektorin Regine Aeppli gestern am Schweizer Fernsehen erklärte. Im Februar fand wegen Mörgelis ungenügender Arbeit als Konservator des medizinhistorischen Museums eine zweite Gesprächsrunde statt. Aeppli machte deutlch, dass Mörgeli keine Fristerstreckung erwarten kann, sollte die Uni mit seiner Arbeit weiter nicht zufrieden sein.

Bortoluzzi ist wieder aktives SVP-Mitglied

Wie Blocher in der Sendung weiter verkündete, ist Toni Bortoluzzi offenbar wieder Aktivmitglied der SVP. Bortoluzzi sei ganz einfach wütend gewesen, «aber wir haben das unter Männern geregelt».

Am Sonntag vor einer Woche hatte der 65-jährige Nationalrat publik gemacht, dass er mittels Brief dem Zürcher SVP-Kantonalpräsidenten Alfred Heer mitgeteilt haben, dass er ab jetzt nur noch Passivmitglied der SVP sei und den Mitgliederbeitrag nicht mehr der kantonalen, sondern der Ortspartei Affoltern am Albis überweise. (rsn)