Kampfflugzeuge

Blocher will für Gripen kämpfen – er droht beim Volk abzustürzen

Christoph Blocher will für den Gripen kämpfen, aber nicht an vorderster Front.

Christoph Blocher will für den Gripen kämpfen, aber nicht an vorderster Front.

SVP-Nationalrat Christoph Blocher warnt davor, dass der Kampf um den Gripen in einen Kampf zwischen den Flugzeugfirmen ausarte. Er schliesse nicht aus, dass die Gegenkampagne von den unterlegenen Konkurrenten des schwedischen Gripenherstellers Saab finanziert werde.

"Die Gegner des Gripen haben wohl mehr Geld. Fragen Sie sie doch mal, woher die Gegner ihre Mittel haben! Wie weit wirken hier im Hintergrund die grossen Konkurrenten vom Gripen mit?", sagte Blocher in einem Interview in den Zeitungen "Zentralschweiz am Sonntag" und "Ostschweiz am Sonntag".

Die Konkurrenten hofften mit Sicherheit, dass der Gripen durchfalle. Da bestehe ein riesiges Geschäftsinteresse. "Ich bin lange genug im Geschäftsleben und in der Politik und weiss, was da läuft." Die seien "durchtriebener als die Schweden" und schickten "nicht einen Fax", sagte Blocher.

Mit Bezug auf das Informationsleck beim schwedischen Botschafter meinte Blocher, die Kritik nach dessen Berichten hätte dem Gripen zwar kaum genützt, doch er finde es auch nicht schlimm, "wenn man den Gripen zeigt". Der Stimmbürger müsse schliesslich sehen können, über welches Flugzeug er abstimme.

Er selber stelle sich zur Verfügung, um in den nächsten Wochen an Podien dem Gripen das Wort zu reden. An vorderster Front werde er aber nicht mitkämpfen: "Ich kann schliesslich nicht jeden Abstimmungskampf in der Schweiz führen."

Ob er sich finanziell an der Kampagne beteilige, mochte er nicht kommentieren. "Sage ich Ja, ist es wieder eine Blocher-Abstimmung. Sage ich Nein, heisst es, die Abstimmung sei uns nicht wichtig."

Gripen droht beim Volk abzustürzen

62 Prozent der Schweizer sind gegen den Kauf des Kampfjets Gripen. Nur gerade 32 Prozent sind dafür. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des «SonntagsBlick». Vom 11. bis 14. März befragte das Meinungsforschungs-Institut Léger 1017 Personen in der Deutsch- und Westschweiz; davon wollen 869 Personen an der Gripen-Abstimmung teilnehmen.

Nicht einmal auf die SVP-Wähler kann Maurer derzeit zählen: 49 Prozent wollen den Gripen grounden - 46 Prozent möchten ihn dereinst am Schweizer Himmel sehen. Chancenlos scheint ein neuer Flieger bei den Schweizerinnen - nur gute jede Fünfte ist dafür. Bei den Männern sind es immerhin 42 Prozent.

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