Unwetter
Blitze, Hagel, Starkregen am 1. August: Meteorologe Peter Wick spricht von «explosivem Cocktail»

Feuerwerke, Feste und Reden drohen ausgerechnet am Nationalfeiertag ins Wasser zu fallen. Peter Wick von MeteoNews spricht von einem «explosiven Wetter-Cocktail», der uns am späteren Nachmittag und Abend im Raum Zofingen, Aarau und Limmattal erwartet.

Jürg Krebs
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Starkregen, Hagel, Sturm: Unwetter suchten in den letzten Tagen und Wochen die Schweiz heim.
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Hagelkörner so gross wie «Chlöpfer» in Rothrist.
Blitze am Genfersee während eines Sturms über Montreux am Sonntag, 30.Juli.
Überschwemmung in Zofingen
Die Landstrass in Ittingen BL ist überflutet.
Spektakulär: Das Bahnhofsparking in Zofingen läuft nach Starkregen mit Wasser voll.
Dierikon LU am Tag nach dem Unwetter.
Zerstörung in Kradolf TG.
Aufräumen und Putzen: Nach dem heftigen Unwetter in der Region Zofingen gibt es noch die ganze Woche viel zu tun - wie hier bei einer Bäckerei in Uerkheim.

Starkregen, Hagel, Sturm: Unwetter suchten in den letzten Tagen und Wochen die Schweiz heim.

CYRIL ZINGARO

Vermiest uns das Wetter die 1.-August-Feier? Die Prognosen jedenfalls haben es in sich. «Uns erwartet ein explosiver Cocktail – nicht nur wegen der Feuerwerke», sagt Metereologe Peter Wick von MeteoNews auf Anfrage.

Vor allem für den späten Nachmittag und den Abend erwartet er zwischen Bern, Solothurn, Olten, Aarau und Zürich und speziell in den Regionen Zofingen, Aarau und Limmattal Starkregen, heftige Blitze, Sturm und Hagelschlag. Keine guten Aussichten für die bereits in den letzten Wochen gebeutelten Regionen.

Der Grund für das schlechte Wetter sind labile Luftschichten, die feuchte Südwestströmung und Tagestemperaturen von 33 bis 35 Grad.

Ähnliche Prognosen zeigen auch die Wetterradare von SRF-Meteo und MeteoSchweiz. SRF-Meteo schreibt gar vom womöglich heissesten Bundesfeiertag seit Messbeginn, den es stellenweise geben könne.

Aufgrund der Prognosen ist zu erwarten, dass Feste, Regen und Feuerwerke örtlich ins Wasser fallen. Eine Unwetterwarnung wird MeteoNews aber erst am Dienstag und frühstens ein bis zwei Stunden vor dem Ereignis absetzen, so Wick. Gewitterzellen hätten eine Eigendynamik und seien schwer vorauszuberechnen.

In der Nacht auf Mittwoch erwartet Wick dann eine Wetterberuhigung.