Verzicht

Blaues Kreuz ruft zum bewussten Verzicht auf

Vielleicht ein Bierchen weniger trinken?

Vielleicht ein Bierchen weniger trinken?

Konsum- und Freizeitmöglichkeiten gibt es in der heutigen Gesellschaft im Überfluss. Das Blaue Kreuz will mit der Aktion «time:out» Menschen dazu bewegen, bewusst zu verzichten - und wieder mehr zu geniessen.

Wer verzichtet schon gerne auf Kaffee, das Päckli Zigaretten am Tag, oder das Feierabend-Bier? Für viele ist schon die Vorstellung eines Verzichts schwierig. Oder man setzt sich ganz einfach nicht damit auseinander. Gewohnheiten sind eben Gewohnheiten. Und Entscheidungen sind in unserer Konsumgesellschaft sowieso erschwert.

Das Blaue Kreuz will die Schweizer nun im Rahmen der Aktion «time:out» vom 13. März bis 23. April zum bewussten Verzicht anregen. Dies bereits zum 27. Mal.

Der Verzicht könne helfen, problematische Gewohnheiten und Abhängigkeiten aufzudecken, so das Blaue Kreuz.

Alle können mitmachen

Bei der Aktion gehe es insbesondere um eine Selbstreflexion, sagt Pierina Bühler, Leiterin Fachstelle für Suchtprävention des Blauen Kreuzes. «Wir wollen die Leute dazu auffordern, sich zu überlegen, was wir im Überfluss haben.» Ein bewusster Verzicht könne dann helfen, die problematischen Gewohnheiten und Abhängigkeiten aufzudecken.

Die Organisation spricht mit der Aktion vor allem Jugendliche an. Andere Zielgruppen würden jedoch nicht ausgeschlossen. So können selbstverständlich neben Teenager, auch Grossmütter, Schulklassen oder ganze Familien mitmachen. «Für uns ist es ein grosser Erfolg, wenn über den Verzicht gesprochen wird», so Bühler. «Gespräche haben eine nachhaltigere Wirkung.»

Sich etwas Gutes tun

Der Verzicht auf beispielsweise Zigaretten oder Alkohol hätte in zweifacher Hinsicht eine positive Wirkung. Man lerne seine Angewohnheiten besser kennen, und merke, dass ihnen der Verzicht bestimmte Freiheiten gebe, sagt die Leiterin Fachstelle für Suchtprävention des Blauen Kreuzes. «Unser Ziel ist es, dass die Leute lernen, sich besser einzuschätzen.»

Es gehe aber auch klar darum, sich etwas Gutes zu tun, meint Pierina Bühler: «Die Teilnehmer sollen etwas tun, das ihnen moralisch und gesundheitlich gut tut.»

Unter allen Menschen, die sich für die Aktion anmelden, werden Preise verlost. Und dies unabhängig davon, wie lange und worauf sie verzichten wollen. (ldu)

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