Solothurn
Bischof Felix Gmür segnet frisch renovierte St. Ursen-Kathedrale ein

Ein Freudentag war der heutige Sonntag für die Gläubigen des Bistums Basel. Nach 20 Monaten konnten die Türen zur Kathedrale St. Urs und Viktor in Solothurn wieder geöffnet werden. 1000 Personen kamen zum Festgottesdienst mit Bischof Felix Gmür.

Alois Winiger
Merken
Drucken
Teilen
Bischof Felix Gmür liest die Messe
15 Bilder
Der neue Altar: Sieht aus wie ein Tuch, ist aber aus weissem Marmor.
Bischof Felix Gmür weiht den frisch renovierten St. Ursen ein
Blick in den frisch renovierten St. Ursen
Bischof Gmür verteilt die Hostien.
CVP-Regierungsrat Walter Straumann
Bischof Felix Gmür.

Bischof Felix Gmür liest die Messe

Isabel Mäder

Knapp zwei Jahre nach dem verheerenden Brandanschlag konnten die Türen zur Kathedrale St. Urs und Viktor in Solothurn, Mutterkirche des Bistums Basel und weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Bauwerk, wieder für die Bevölkerung geöffnet werden.

1000 Personen strömten zum Festgottesdienst, davon waren etwas weniger als die Hälfte geladene Gäste. Die rund dreistündige Feier war sehr ergreifend gestaltet, gesprochen wurde in Deutsch, Französisch und Italienisch.

Umstrittener weisser Marmor-Altar

Im Gottesdienst wurde einerseits die Kathedrale wieder eingesegnet. Der Innenraum war durch einen Brandanschlag vom 4. Januar 2011 dermassen stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sich eine Gesamtrestauration aufdrängte. Betroffen davon war auch die Orgel, die nun zum ersten Mal wieder erklang.

8 Bilder

Isabel Mäder

Anderseits fand auch die Einsegnung des neuen Altars statt; der bisherige in Form eines Tisches wurde ersetzt durch einen Korpus aus weissem Marmor. Diese Änderung zog auch gleich eine Neugestaltung des Chorraums nach sich. Alles in allem beliefen sich die Kosten für die Gesamterneuerung schliesslich auf rund 8,7 Millionen Franken.

Ein Gesamtkunstwerk

Doch nicht das Geld stand im Vordergrund, sondern die grosse Freude über den Glanz, den die Kathedrale nun wieder ausstrahlt. Regierungsrat Walter Straumann, Baudirektor und Präsident der Diözesankonferenz des Bistums Basel, erklärte, er habe nach dem Brandanschlag eine wahrhaftige Anteilnahme gespürt. «St. Ursen wurde immer als Kirche und gemeinschaftliches Kulturgut verstanden. Nun ist daraus wieder ein Gesamtkunstwerk entstanden, das uns glücklich macht.»

Auch Bischof Felix Gmür bezog sich auf die Kunst und sagte: «Hier wird Kunst gezeigt, gelebt und gefördert. Das macht die Kirche auch zu einem öffentlichen Ort.» Und schliesslich wünschte sich der Bischof: «Was hier von den Gläubigen gefeiert wird, soll in die Stadt, in den Kanton, ja in die ganz Welt hinaus wirken.»