Während Maurer in seinem Präsidialjahr auf Auslandreisen zum Teil verzichten will, nimmt er am Stelldichein hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus aller Welt im Landwassertal teil. Dies ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur sda bei der Bundeskanzlei und den Eidgenössischen Departementen.

In vergangenen Jahren hatte Maurer als Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) jeweils die Truppen besucht, welche in Davos die Polizei beim Sicherheitseinsatz für das WEF unterstützten.

Als einziges Mitglied der Landesregierung plant Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), keine Teilnahme am WEF. Wahrscheinlich, aber noch nicht definitiv, sind die Teilnahmen von Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und von Innenminister Alain Berset.

Ihre Anreise hängt auch davon ab, welche bilateralen Treffen im Rahmen des WEF möglich sind. Die Liste der erwarteten Gäste will das WEF am 16. Januar am Sitz in Cologny GE bekannt geben.

Wieder "Mini-WTO"-Treffen

Fest geplant ist die Teilnahme am WEF-Jahrestreffen vom 23. bis 27. Januar in Davos von Aussenminister Didier Burkhalter, Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann und Energieministerin Doris Leuthard.

Leuthard plant unter anderem am Treffen mit Vertretern von Energiefirmen und Umweltverbänden (Energy-Summit) teilzunehmen. Schneider-Ammann will im Rahmen des WEF erneut zu einem informellen "Mini-WTO"-Treffen von Handelsministern einladen, um die Liberalisierung des Welthandels voranzubringen.

Das diesjährige WEF steht unter dem Motto "widerstandsfähige Dynamik", wie WEF-Gründer Klaus Schwab auf dem Internetportal der Organisation schreibt. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Malaise brauche es sowohl Widerstandsfähigkeit als auch Dynamik durch kühne Visionen und entschlossenes Handeln.

Im Fokus sein sollen auch die Themen Gesundheit und Gesundheitssysteme. Teilnehmer des Forums sein werden laut WEF-Ankündigung UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Weltbankpräsident Jim Yong Kim, mehrere Gesundheitsminister sowie mehr als 25 Unternehmenschefs aus dem Gesundheitswesen.