Altersvorsorge

Bis zu 163 Franken mehr AHV pro Monat für die Frauen

Das Rentenalter für die Frauen soll auf 65 Jahre erhöht werden.

Das Rentenalter für die Frauen soll auf 65 Jahre erhöht werden.

Der Bundesrat will das Frauenrentenalter auf 65 Jahre erhöhen. Mit 700 Millionen soll die Erhöhung abgefedert werden. Welche Frauen wie profitieren sollen.

Das Frauenrentenalter ist ein grosses Politikum. Dass die letzte Rentenreform 2020 an der Urne gescheitert ist, hatte auch mit der geplanten Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre zu tun. Ohne den Widerstand allen voran der Westschweizer Linken gegen die Anhebung, wäre die Reform wohl durchgekommen. Die SP reagiert denn auch geharnischt auf die Pläne des Bundesrates: «Bereits dreimal ist der Bundesrat mit einem AHV-Revisionsentwurf, der das Rentenalter 65 für Frauen forderte, gescheitert. Dass er in der AHV 21 die Erhöhung erneut vorschlägt, ist nicht nur ein politischer Fehlentscheid, sondern auch eine Missachtung des Willens der Bevölkerung.» Die Regierung weiss um diesen Widerstand. Deshalb will sie die Linken mit Ausgleichsmassnahmen für die Frauen gewinnen. 700 Millionen Franken will sie dafür ausgeben – für die SP selbstredend immer noch zu wenig.

Doch was würde die geplante Reform AHV 21 genau bedeuten für die Frauen? Hier die Übersicht.

Ab wann gilt das höhere Rentenalter?

Das Rentenalter für die Frauen soll auf 65 Jahre erhöht werden. Tritt die Reform wie geplant 2022 in Kraft, erfolgt die erste Anhebung 2023. Die Erhöhung erfolgt in Schritten von drei Monaten über einen Zeitraum von vier Jahren. Frauen mit Jahrgang 1958 oder älter werden noch mit 64 Jahren pensioniert. Ab Jahrgang 1962 und jünger gilt das Rentenalter 65. Durch die Anhebung des Rentenalters spart die AHV im Referenzjahr 2030 1,42 Milliarden Franken.

Wer profitiert von den Kompensationsmassnahmen?

Weil Frauen kurz vor der Pensionierung wenig Zeit haben, sich auf die Erhöhung des Rentenalters einzustellen, plant der Bundesrat Ausgleichsmassnahmen für Frauen mit den Jahrgängen 1959 bis 1967. Bei dieser Übergangsgeneration wird die AHV-Rente bei einer Frühpensionierung weniger stark gekürzt, als es versicherungstechnisch korrekt wäre. Frauen mit einem Jahreseinkommen bis 56'880 Franken können ab 64 Jahren in Pension gehen, ohne dass die AHV-Rente gekürzt wird. Frauen der Übergangsgeneration, die mit 65 in Pension gehen, können von einer aufgebesserten Rente profitieren. Frauen mit einem Jahreseinkommen von 42'660 Franken bekommen 163 Franken zusätzlich. Im Durchschnitt beträgt die Rentenverbesserung 76 Franken pro Monat. Ab einem Einkommen von 85'320 Franken gibt es keinen Zuschlag mehr. Kosten der Massnahmen: 700 Millionen Franken.

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