Gemeindepräsidium

Bis anhin ist noch kein «Thronfolger» in Sicht

Wer wird sich in Recherswil für das Gemeindepräsidium zur Verfügung stellen?

Gemeinderatswahlen

Wer wird sich in Recherswil für das Gemeindepräsidium zur Verfügung stellen?

Arnold Stotzer tritt ab. Doch ein neuer Gemeindepräsident ist in Recherswil noch nicht in Sicht. Allfällige Kandidaten wollen sich erst nach den Gemeinderatswahlen entscheiden.

Christof Ramser

Bereits Ende letzten Jahres hat Arnold Stotzer demissioniert; aus gesundheitlichen Gründen. Ein Nachfolger für den abtretenden Gemeindepräsidenten ist aber noch immer nicht in Sicht. Zumindest will sich bis jetzt niemand öffentlich zu einer Kandidatur bekennen. Im Gespräch ist Vizegemeindepräsident Hardy Jäggi von der SP. «Wir wollen die Gemeinderatswahlen abwarten», sagt Werner Sauser, Parteipräsident der Sozialdemokraten.

Und auch Jäggi selbst schreibt in seinem Blog, dass er sich vor den Wahlen nicht für oder gegen eine Kandidatur entscheiden wolle. Ihre drei Sitze will die SP als stärkste Partei verteidigen. Ob dies mit der ausgewogenen Liste (drei Frauen und drei Männer) gelinge, hänge von der Stimmbeteiligung ab, glaubt Sauser. «Das ist wesentlich für uns.» Obwohl im Dorf keine Parteipolitik mehr betrieben werde, findet er es wichtig, die Parteien noch zu pflegen.

Nur so könne sichergestellt werden, so viel wie möglich im Dorf zu bestimmen. «Ich bin ein Gegner davon, alles auszulagern.» Umso mehr freue es ihn, dass sich für die sieben Sitze 17 Kandidaten finden liessen. «Das ist erstaunlich, aber der aktiven Kandidatensuche der Parteien zu verdanken.»

Ausbau und Status Quo

«Abwarten» lautet auch die Devise bei der SVP. Abgeneigt sei man nicht, sagt Parteipräsident Urs Andrist, doch vor den Gemeinderatswahlen könne er noch nichts zum Thema Gemeindepräsidium sagen. Dass es mit der Kandidatensuche nicht nach Wunsch lief, begründet Andrist mit der kurzen Präsenz der Partei. Erst seit vergangenem Oktober ist die SVP in Recherswil aktiv, habe aber seitdem einen «riesigen Mitgliederzuwachs» verzeichnet. Andrist hofft, das bisherige Gemeinderatsmandat um zwei erweitern zu können. «Das ist allerdings optimistisch», schiebt er hinterher.

Optimistisch gehen auch die Freisinnigen in die Wahlen, wenn auch mit reduzierter Kandidatenliste. Nur gerade zwei Recherswiler lassen sich für die FdP aufstellen. Und diese beiden möchte man auch «reinbringen», wie Parteipräsident Peter Buracco sagt. An der Kandidatensuche habe es nicht gelegen - 15 Personen seien angefragt worden. Aber niemand habe sich für ein Amt berufen gefühlt. «Ich habe allerdings lieber zwei fähige Kandidaten als Listenfüller.»

«Wir müssen unsere Wähler mobilisieren»

Vorwärtsmachen möchte schliesslich auch die CVP: Ziel ist es, zum einen Mandat ein zweites dazuzugewinnen. Mit fünf Kandidaten präsentiert die CVP die zweitgrösste Liste. «Wir müssen unsere Wähler mobilisieren und sie zur Wahl aufmuntern», sagt Parteipräsident Roland Studer. Für ihn steht fest, dass die CVP keinen eigenen Kandidaten für das Gemeindepräsidium stellt.

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