Die starke Alterung dürfte indes als Wachstums-Bremse wirken, heisst es in den am Dienstag vorgestellten neuen Szenarien des BFS zur Bevölkerungsentwicklung in den Schweizer Kantonen. Insgesamt dürfte die Wohnbevölkerung der Schweiz gemäss dem mittleren (Referenz-) Szenario in den nächsten 25 Jahren um 12,5 Prozent wachsen - von derzeit 7,8 auf 8,8 Millionen Menschen.

Die Kantone im Einzugsgebiet der Metropole Zürich und im Genferseeraum werden zwischen 2010 und 2035 einen Bevölkerungszuwachs von über 15 Prozent verzeichnen. Das stärkste Wachstum, um mehr als 20 Prozent, erwartet das BFS in den Kantonen Waadt und Freiburg.

Kaum Wachstum in Randregionen

Um 15 bis 20 Prozent dürfte die Bevölkerung der Kantone Zürich, Luzern, Obwalden, Aargau, Thurgau und Genf wachsen - hier werden vor allem Personen aus anderen Kantonen zuwandern.

Demgegenüber werden die Kantone Bern, Uri, Schaffhausen, Graubünden Basel-Stadt, Jura und Neuenburg Zuwachsraten von höchstens 5 Prozent verbuchen. Dies vor allem weil von hier viele Menschen in andere Kantone umziehen werden.

Rasche Alterung

Die Kantone Freiburg, Wallis, Nidwalden, Schwyz und Zug, die in den letzten 25 Jahren das höchste Bevölkerungswachstum in der Schweiz registrierten (mit Zunahmen um 30 bis 45 Prozent), werden allerdings in den nächsten 25 Jahren weniger stark zulegen.

Hauptgrund für das abflauende Bevölkerungswachstum wird die Alterung der Bevölkerung sein. Weil die Babyboomer-Jahrgänge zunehmend ins Rentneralter kommen, wird die Zahl der Personen über 65 Jahre in der Schweiz stark zunehmen - dies in allen Kantonen.