Bin Ladens potenzieller Nachfolger und Vize Ayman al-Zawahri hatte einen gefälschte Schweizer Pass, wie die Zeitung „Der Sonntag" unter Berufung auf den kanadischen Nachrichtendienst berichtet. Ein Konto Al Zawahiris bei einer Bank in Genf wurde 1993 geschlossen, wie die Bundesanwaltschaft bereits zu einem früheren Zeitpunkt bestätigte. Zudem war der Ägypter mehrfach in der Schweiz.

Im Sommer 2010 hat Al Zawahiri die Schweiz in einer Audio-Botschaft im Zusammenhang mit dem Minarett-Verbot erwähnt. Er rief zum Widerstand auf und bezeichnete verhüllte Frauen als «Heilige Kriegerinnen».

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Das sei nicht der einzige Aufruf gewesen, sagt VBS-Vorsteher Ueli Maurer im „Sontag": „Davon gibt es Dutzende, gerade im Zusammenhang mit der Minarett-Initiative, ob vorher oder nachher. Da stand die Schweiz auch kurz im Fokus. Wir verfolgen das selbstverständlich." Der deutsche Terrorismus-Experte Bernd Georg Thamm bestätigte der Zeitung, dass er hochrangige Vertreter des Schweizer Nachrichtendienstes mehrfach gewarnt habe, es gebe für die Schweiz ein Bedrohungspotential.

Im Oktober 2009 war es auch zu einem Treffen im Zürcher Zunfthaus „Zur Waag" gekommen. „Die Schweiz ist eine Adresse für potenzielle Dschihadisten", sagt Thamm. Die Schweiz sei bei Al Kaida „nicht einfach aussen vor". Es gebe keine Ausnahmen mehr. Al Zawahiris Botschaft nannte er eine „verklausulierte Drohung". Wer sich aus Sicht der Dschihadisten an ihren strengen Sitten vergreift, „muss damit rechnen, von ihnen attackiert zu werden", so Thamm.