Billag wehrt sich gegen Vorwürfe des Preisüberwachers

Billag wehrt sich gegen Vorwürfe

Billag wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Billag wehrt sich gegen Vorwürfe des Preisüberwachers, die Firma sei überflüssig und verteuere nur die Radio- und TV-Gebühren. Nicht die Billag, sondern der Bundesrat lege die Gebühren fest, sagte Unternehmenssprecher Jonny Kopp auf Anfrage.

Damit stellt sich die Gebühren-Inkassofirma Billag entschieden gegen Preisüberwacher Stefan Meierhans. Dieser will die Radio- und TV-Gebühren senken. Er fordert deshalb, die Gebühren nicht mehr von der Billag einkassieren zu lassen.

55 Millionen Franken erhält die Billag jährlich vom Bund, um die Gebühren einzukassieren. Dieses Geld könne für die Verbilligung der Gebühren eingesetzt werden, forderte Preisüberwacher Meierhans in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Im Gegenzug könnten die Gebühren zusammen mit der direkten Bundessteuer einkassiert werden.

Meierhans schliesst sich damit den Forderungen einer 30'000-köpfigen Gruppe des Online-Netzwerks Facebook um die Zuger Marketingfachfrau Francisca Brechbühler an. Sie will noch dieses Jahr eine entsprechende Volksinitiative lancieren.

Die Diskussion um die Art des Gebühren-Inkassos wollte Billag-Sprecher Jonny Kopp gegenüber der Nachrichtenagentur SDA nicht kommentieren. Dies sei Sache der Politik und des Gesetzgebers und nicht der Billag.

Kopp wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf, die Swisscom-Tochter Billag verschleudere Steuergelder. Das Unternehmen habe sein Mandat 1999 und 2006 zweimal in einem Wettbewerbsverfahren gegen namhafte Konkurrenz gewonnen. Wirtschaftlichkeit und Qualität seien dabei die beiden zentralen Kriterien gewesen.

Kopp verweist zudem auf die umfangreiche Tätigkeit der Billag: Diese verwalte 3 Millionen gemeldete Haushalte und Betriebe, stelle jährlich 12 Millionen Rechnungen aus, verschicke 1 Millionen Mahnungen pro Jahr und leite jedes Jahr 70'000 Betreibungen ein.

Es sei im übrigen der Bundesrat und nicht die Billag, der die Empfangsgebühren festlege, sagte Kopp weiter. Die Landesregierung berücksichtige dabei unter anderem den Finanzbedarf der SRG. Die Aufgabe der Billag beschränke sich darauf, die Gebühren einzuziehen.

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