Das Bundesamt für Bauten und Logistik schrieb im Februar 2013 einen Auftrag für total 40'000 Bildschirme in zwei verschiedenen Grössen, 22 Zoll und 24 Zoll, aus. Den Zuschlag dafür sollten gemäss der Ausschreibung zwei Anbieter erhalten, welche die "beiden wirtschaftlich günstigsten Angebote unterbreiten".

Dazu gehörte die Firma Hewlett-Packard mit Sitz in Dübendorf, wie die "Berner Zeitung" in der Ausgabe vom Donnerstag vermeldet hat. Den Auftrag erhielten aber zwei andere Unternehmen. Hewlett-Packard wurde bereits im Bewerbungsverfahren aus dem Rennen genommen.

Die Begründung des Bundesamtes: Die angebotenen Bildschirme würden eine Diagonale von 22,9921 Zoll aufweisen. Sie wären also 9 Millimeter grösser gewesen als ein übliches 22-Zoll-Gerät.

Gericht gibt Bundesamt recht

Wie das Bundesverwaltungsgericht Ende März entschieden hat, war das Vorgehen des Bundesamtes rechtens. Der Vergabestelle komme in Bezug auf die Festlegung der technischen Spezifikationen ein grosser Spielraum zu.

Gemäss Bundesverwaltungsgericht kann sich Hewlett-Packard nicht "auf das Verbot des überspitzten Formalismus" berufen. In der Ausschreibung sei festgehalten worden, dass die Nichteinhaltung der Spezifikation ein Ausscheiden aus der Evaluation zur Folge habe. (Urteilsnummer B-3526/2013)