Bielersee-Drama
Bielersee-Drama: Jetzt spricht der mutmassliche Todesfahrer

Der Fall bewegte die Schweiz: Im letzten Sommer wurde eine 24-jährige Frau auf dem Bielersee von einem Bootsfahrer getötet. Nach kurzer Zeit wurde ein 74-jähriger Bieler verdächtigt. Jetzt liegt ein Gutachten vor.

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Der Unglücksort: Die Petersinsel auf dem Bielersee (Symbolbild)

Der Unglücksort: Die Petersinsel auf dem Bielersee (Symbolbild)

Keystone

280 Tage nach dem Bootsdrama vom Bielersee herrscht immer noch Unklarheit über den Hergang des Unfalls, bei dem damals eine 24-jährige Frau starb. Der Unfallverursacher ist bis heute unbekannt, der Verdacht fiel auf einen Berner Unternehmer. Doch dieser will mit dem Fall nichts am Hut haben.

Dem "SonntagsBlick" liegt das Gutachten des Forensischen Institutes Zürich vor. Dieses liefert keinen Beweis für die Schuld des Bielers. Doch: Es entlastet ihn auch nicht vollständig. Zwar komme die Schiffsschraube als «Tatwaffe» nach wie vor in Frage. Es gebe aber auch keine eindeutigen Hinweise auf Fremdpartikel an der Schiffsschraube von dem Boot des mutmasslichen Täters.

Der 74-jährige Bieler Unternehmer spricht nun: «Niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, verdächtigt zu werden, ohne etwas mit der ganzen Geschichte zu tun gehabt zu haben», sagt er gegenüber "SonntagsBlick".

Und: «Die menschlichen DNA-Spuren, welche die Experten an der Schiffsschraube fanden, waren von mir und nicht von der Toten.»

Doch wie ist das möglich? Der Bieler pausibel: «Ich tastete die Schraube mit den Fingern ab, um die kleine Delle festzustellen, welche die Polizisten gefunden ­hatten.»

Die Polizei ermittelt weiterhin zu diesem Fall. (sha)