Biel - Bienne

Biel

Für 72 Prozent der Bielerinnen und Bieler hat die Zweisprachigkeit Biels mehr Vor- als Nachteile. Das zeigt eine neue Erhebung zur Zweisprachigkeit der Uhrenstadt. Das Zusammenleben wird auch besser bewertet als bei der letzten Befragung von 1998.

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten gab dem Forschungsatinstitut GfS Bern an, die beiden Sprachgruppen würden in Biel gleich behandelt. Das sagte der Leiter des Forschungsinstituts, der Berner Politologe Claude Longchamp, vor den Medien in Biel.

Es zeigten sich aber Unterschiede je nach Sprachzugehörigkeit: Nur 23 Prozent der Deutschsprachigen glauben, die Französischsprachigen seien schlechter gestellt. 49 Prozent der Welschbieler sind aber dieser Meinung. 1998 fanden noch zwei Drittel der französischsprachigen Bieler, sie seien benachteiligt.

Die Resultate des dritten so genannten Zweisprachigkeitsbarometers beruhen auf den Angaben von 287 deutschsprachigen, 145 französischsprachigen und 75 zweisprachigen Erwachsenen aus der Stadt Biel. Laut Longchamp haben sich seit der zweiten Umfrage von 1998 sämtliche Indikatoren verbessert. Die Bieler Sprachenpolitik greife. (sda)

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