Ukraine/Georgien

Biden kritisiert politische Führung in Kiew - Gespräche in Georgien

Biden zu Besuch bei Saakaschwili

Biden zu Besuch bei Saakaschwili

US-Vizepräsident Joe Biden hat während seines Besuchs in der Ukraine die politische Führung des Landes scharf kritisiert. Die Zerstrittenheit zwischen den führenden Politikern sei eine Gefahr für die wirtschaftliche und politische Entwicklung, sagte Biden in Kiew.

Es frage sich, warum die Regierung des osteuropäischen Landes nicht die gleiche "politische Reife" an den Tag lege wie die ukrainische Bevölkerung, sagte Biden. Das Land wird von einem Machtkampf zwischen Präsident Viktor Juschtschenko und Regierungschefin Julia Timoschenko gelähmt.

Nach seinem Besuch in der Ukraine reiste Biden weiter zu Gesprächen in Georgiens Hauptstadt Tiflis. Dort waren Gespräche mit Georgiens Präsident Michail Saakaschwili geplant.

Es wurde erwartet, dass Biden dabei Georgien die Unterstützung der USA zusichert, wie er es bereits im Fall der Ukraine getan hatte. Die beiden ehemaligen Sowjetrepubliken streben eine NATO-Mitgliedschaft an, Russland lehnt dies ab.

Bei seinem Besuch Anfang Juli in Moskau hatte US-Präsident Barack Obama eine grosse Nähe zu Russland demonstriert, in der Ukraine und Georgien weckte das Befürchtungen vor einer Verschlechterung der Beziehungen zu den USA. Bidens Reise diente auch dazu, solche Befürchtungen zu zerstreuen.

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