Gebäudeversicherung
BGV wartet auf Bundesrat Merz

Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV) legte gestern die Geschäftszahlen 2008 auf den Tisch.

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Haus

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Aargauer Zeitung

Während die Schadensumme 2008 nach dem Rekordschadenjahr etwa dem langjährigen Schnitt entsprach, verzeichnete die Unternehmung bei den Finanzanlagen einen deutlichen Einbruch. Dank der Erträge aus dem Immobiliensektor, habe man, wie Bernhard Fröhlich, Direktor der Unternehmung, vorrechnete, den Kursverlust bei den Wertschriften auffangen können. Die Anlagen repräsentieren einen Marktwert von 440 Millionen Franken. Finanzchef und Vizedirektor Silvan Koch ging auf die Zahlen ein. Das Versicherungskapital bei der Feuer- und Elementarschadenversicherung stieg um 1,2 Prozent auf 71 Milliarden Franken an. Die Prämieneinnahmen aus den 92 000 versicherten Objekten betragen fast unverändert 34,3 Millionen Franken.

Elementarschäden geschrumpft

70 Prozent des Gebäudebestandes verfügen ausserdem über eine Wasserschadenversicherung bei der BGV. In den einzelnen Sparten entfielen 10,6 Millionen Franken, die Hälfte der gesamten Schadensumme, auf Feuerschäden. Die Wasserschäden machten 8,6 Millionen Franken aus, während die Elementarschäden nach den Ereignissen im Jahr 2007 von 56 Millionen Franken auf tiefe 1,2 Millionen Franken geschrumpft sind. Der erwirtschaftete Überschuss von 7,6 Millionen Franken dient vollumfänglich zum Äuffnen der Bewertungsreserven. Fröhlich warf einen Blick in die Zukunft. Das Gesetz «Elementarschadenprävention bei Gebäuden» ziele auf die Prävention ab.

Die Regierung werde die Vorlage bald an den Landrat überweisen, so dass das Gesetz per 1. Januar 2011 in Kraft treten dürfte. Was die Erdbebenversicherung betrifft, so hätten die kantonalen Gebäudeversicherungen die Aufgaben gemacht. Das Dossier liege bei Bundesrat Merz auf dem Tisch. Laut Fröhlich ist nun die Politik am Zug. (OG)

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