Beim Verdacht auf Fahren in angetrunkenem Zustand kommt in der Schweiz seit Oktober 2016 die neue Messmethode zum Einsatz, welche die bisherige Blutprobe meistens ersetzt. Die Atemmessgeräte geben die Alkoholmenge in Milligramm pro Liter Atemluft (mg/l) an. Der Grenzwert beträgt 0,25 mg/l, was dem alten Alkohollimit von 0,5 Promille entspricht.

Über diesen Wert wissen nun immer weniger Autofahrerinnen und -fahrer Bescheid, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) am Donnerstag aufgrund einer Umfrage mitteilte. Telefonisch befragt wurden 1008 Personen in allen Landesteilen.

Bei der Einführung der 0,5-Promille-Grenze 2005 gaben nur drei Prozent der Befragten Werte über dem erlaubten Limit an. Heute sind es zwölf Prozent, die meinen, sie dürften mit mehr Alkohol ans Steuer als erlaubt.

Da weniger als zwei Prozent über die Milligrammmessung Bescheid wissen und 40 Prozent noch von Promille ausgehen, kennt damit der grösste Teil der Befragten keine Werteinheit oder kann keine Antwort geben.