Artenschutz

Bevölkerung laut Umfrage gegen den Abschuss von Luchsen und Wölfen

Luchs und Wolf stossen auf Sympathie

Luchs und Wolf stossen auf Sympathie

Luchs und Wolf liegen der Schweizer Bevölkerung am Herzen. Eine Mehrheit der Befragten einer Umfrage von Pro Natura spricht sich dagegen aus, dass die Raubtiere abgeschossen werden, damit Wild- und Fischbestände für Jäger und Fischer erhalten bleiben.

72 Prozent lehnen es etwa ab, dass Luchse oder Wölfe abgeschossen werden, damit der Reh- und Gemsenbestand für die Jagd konstant bleibt. Ebenso sind 69 Prozent gegen die Jagd auf fischfressende Vögel, um den Ertrag der Fischer zu sichern. Diese Zahlen gehen aus einer Umfrage von Pro Natura hervor, welche die "SonntagsZeitung" veröffentlichte und Pro Natura bestätigte.

Die Umfrageergebnisse stehen im Kontrast zur geplanten Revision der Jagdverordnung. Die Kantone sollen "unter strengen Auflagen" auch den Bestand geschützer Arten regulieren und damit etwa Luchse flexibler zum Abschuss freigeben können. Der Bund begründete dies mit der Zunahme an Raubtieren und dass Jäger, Fischer und Kantone seit längerem "jagdwirtschaftliche Einbussen" beklagten.

Für die Umfrage befragte das Forschungsinstitut "gfs-zürich" im Auftrag von Pro Natura 1030 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz. Die Befragung fand zwischen dem 23. März und 14. April 2009 statt.

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