Suizidkampagne
Betroffener über die Suizid-Kampagne: «Das ist eine gute Sache»

Jeden vierten Tag nimmt sich ein Jugendlicher in der Schweiz das Leben. Aus diesem Grund bewirbt Pro Juventute nun ihre Helpline 147. Dies findet ein Betroffener, welcher sich früher ebenfalls das Leben zu nehmen versuchte, eine gute Sache.

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Alain Schmidt warf sich am 13. Januar 2008 selber vor den Zug. Er war damals depressiv und wollte sich seinem Leben ein Ende setzen, so wie es jeden vierten Tag ein Jugendlicher tut. Schmidt gelang es jedoch nicht, er überlebte schwerstverletzt.

Seit wenigen Tagen läuft ein Werbespot von Pro Juventute und bewirbt deren Hilfetelefon 147, wo Jugendliche mit allen Anliegen Hilfe finden, direkt mit dem Fall «Suizid unter Jugendlichen». «Die Jugendlichen, welche uns anrufen, begehen danach keinen Selbstmord, weil wir ihnen Alternativen aufzeigen konnten und ein offenes Ohr haben», sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute.

Schmidt findet den Werbespot eine gute Sache. Er kannte damals diese Nummer nicht. «Unter Kollegen spricht man das Thema nicht an», erzählt Schmidt. Er selber fand nach dem missglückten Versuch wieder zurück ins Leben und absolviert nun eine Zimmermannslehre. (san)

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